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stehende»/ abzuschneiden/ kam gewiß am wenigsten in Be-trachtung/ und wenn die Ostreicher bei Prag wirklich ein-geschlossen und ihres Rückzuges beraubt worden sind/ sohat darauf die Lage von Schlesien und Sachsen kaumnoch einen Einfluß/ man muß eö vielmehr als einen frei-willigen aber freilich fehlerhaften Akt der Ostreicher durchdie Wahl ihres Schlachtfeldes bei Prag betrachten.
2. Daß der Feldmarschall Serbellom bei Königs-Gratz stehen blieb/ ist in keinem Schriftsteller motivirt.Vermuthlich war die Deckung vorhandener Magazine unddie Idee/ die Vertheidigungölinie von Königs-Grass aufPrag zu halte»/ so wie die Hoffnung/ die schlesisch-preußifche Macht dadurch in jener Gegend festzuhalten dieUrsache. Diese Gründe sind sehr im Charakter jener Zeit/zeigen aber wie untergeordnete Zwecke der Hauptsache Ein-trag thun können.
3. Das Hineinwerfen der Ostreicher in Prag rührtevon der verderblichen Art her/ den Umgehungen durch dieBildung eines Hakens entgegen zu wirken. Eine von hin-ten kommende Reserve hatte die ursprüngliche Schlachtlinieerhalten.
§. 14.
Über das Aufreiben der einzelnen Colonne» des Königs.
Man hat so viel getadelt/ daß die Ostreichcr nichteine der preußischen Colonnen vor der Vereinigung ange-griffen hatten. Dergleichen ist aber niemals so gar leichtzu bewerkstelligen und in jedem Fall gehören dazu vorge-faßte Entschlüsse und Einrichtungen/ auch einige Vermu-thungen über deö Feindes Plane / vor Allem aber einepaffende Aufstellung. Alles das fehlte/ und es konnte die-ser Anfall eines Theils mit ihrem Ganzen nicht eher als