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dringen; dies hatte eine große Vereinzelung ihrer Kräfteund die Anlage ihrer Magazine in der Nähe der Grenzeveranlaßt, und die Idee des Überfalls war also doppeltpassend. Wenn man selbst das Vorgehen im Sinn hat/so denkt man weniger an die Möglichkeit des feindlichenund ist weniger darauf gefaßt; der König konnte stch im-merhin in vier Colonnen zertheilen/ er durste nicht fürch-te«/ auf eine vereinte Macht des Feindes zu stoßen. DieEroberung der feindlichen Magazine war in jener Zeitnoch wichtiger/ als sie es jetzt fein würde/ und dadurchwurden also in jedem Fall bedeutende Vortheile gesichert/wenn sie auch bei den eigentlichen Waffenerfolgen/ welchemit einem solchen Überfall verbunden sind/ weniger großsein sollten/ als der König sie sich dachte. Endlich ist eseine nicht gewöhnliche strategische Industrie/ daß der Königallerhand Maßregeln und kleinere Unternehmungen an-wandte/ um die Östreicher irre zu führen.
Das Eindringen in Böhmen in so viel getrenntenHaufen ist hiernach für die Zeit und den individuellen Fallvollkommen motivirt; man kann aber noch ein Motiv hin-zufüge«/ was in jener Zeit immer vorwalten mußte; es istnämlich der größere Landstrich/ in dessen Besitz der Königdadurch kam. Ware er blos von Sachsen aus gegenPrag vorgedrungen/ so würden die zwischen der Elbe/ Jferund der Grenze gelegenen Kreise Böhmens den Östreichernverblieben sein/ so lange sie nicht ganz aus der Gegendvon Prag vertrieben wurden. Das Vorgehen von zweiSeiten hatte also die Wirkung eines Vorgehens in grö-ßerer Ausdehnung.
Der Gedanke/ durch das concentrische Vordringenvon Sachsen aus die gegen Schlesien aufgestellten Trup-pen oder umgekehrt von Schlesien aus die gegen Sachsen