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§. 28.
Friedrich der Große giebt die Provint Preußen auf.
Daß Friedrich der Große Preußen freiwillig aufgab,ist gleichfalls ein sehr charakteristischer Zug dieser Zeit. Ansich war es wahrlich nicht in Friedrichs Art, Etwas zufrüh aufzugeben; und eine Provinz,, die etwa den fünftenTheil feiner Monarchie ausmachte, so lange sie in seinenHanden war, ihm einen der größer» Gegner sehr entfernshielt, mußte ihm von sehr großer Wichtigkeit fein. Wasgewann er durch das Aufgeben? Die Armee deö Feld-marschalls Lehwald die vielleicht noch einige 20,000 Mannstark war. Er ließ sie nach Pommern rücken, um sichden Schweden entgegenzustellen. Allerdings mußte er die-sem Feinde, so unbedeutend er unter den übrigen war, einebesondere Aufmerksamkeit schenken, da er dem Herz seinerMonarchie, den brandenburgischen Landen, so nahe war,und mit den 17,000 Mann, die er hakte, ganz methodischnach und nach bis Berlin vordringen konnte. Es waralso keine unverhaltnißmaßige Wichtigkeit, die er diesemPunkte beilegte. Aber dennoch muß man fragen, würdeman heutiges Tages so verfahren haben? Drehte sich nichtdas ganze Raisonnement um 20,000 Mann Truppen mehroder weniger? Und würde man jetzt, wo Staat undArmee nicht mehr wie sonst zwei von einander fast unab-hängige Potenzen sind, nicht in dem Besitz dieses beträcht-lichen Landstrichs leicht die Mittel gefunden haben, jene20,000 Mann zu ersetzen und mehr als das für denKriegsstaat daraus zu ziehen? Aber damals wurde derKrieg mehr nach dem Umfang der Armee als nach demUmfang des Staates zugeschnitten und dieser schien vondem Augenblick des Krieges an, nur in der Armee zu