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50,000 Mann gegen den Prinzen Heinrich hatte, undHaddick noch mit 10- bis 15,000 Mann bei Lieberosestand, so würde eine solche Verstärkung der russischenArmee, ein solches gemeinschaftliches Vordringen gegen denKönig wahrlich nicht kühn gewesen sein; aber trotz allendem kann man begreifen, daß der Feldmarschall Daun die-sen Schritt nicht thun wollte und zwar aus bloßer Un-entschlossenheit. Dagegen fehlt es uns selbst an einemNamen, der uns den gänzlichen Mangel an weiteren Plä-nen erklären könnte.
Alles dreht sich in den Verhandlungen darum/ daßdie Russen diesseits der Oder bleiben, daß sie nach derLausitz kommen, aber was sie diesseits der Oder und inder Lausitz sollten, ist nirgends ausgesprochen. So langeDresden belagert wurde, kann man die Eroberung dessel-ben als das Objekt der Operationen gelten lassen, aberDresden fiel schon am 4. September; nun ist die Rededavon, den Prinzen Heinrich zu vertreiben, und einen Ortin Schlesien zu erobern. Aber wie kam FeldmarschallDaun dazu, nüt einem Male den König, die Hauptper-son, wie eine gleichgültige Nebensache zu behandeln, seineBewachung der elenden Reichsarmee anzuvertrauen, wiekomtte ferner von einer Belagerung in Schlesien die Redesein, da gar keine Vorbereitung dazu gemacht war; end-lich mußte man denn, um einen Platz in Schlesien zuerobern, fich wie Arabeskenzüge in geschweiften Umwegenmit den Russen bei Lieberose vereinigen ? Im Oktober,als der Prinz Heinrich aufs linke Elbufer gegangen war,hatte ja der Feldmarschall Daun die Berennung und Be»lagerung eines schlesischm Platzes ganz bequem und dochzog er es vor, selbst aufs linke Ufer zurückzukehren.
Gestehen wir eö nur, wir sehen von allen dem nichts