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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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an und für sich immer ein Fehler bliebe, die Hauptfalleselche vorkommen können, nicht deutlich durchdacht zu ha-ben; aber Daun und Soltikof beschreiben höchst wunder-liche krumme Linien um die Hauptmacht ihres Gegners,die schlesische Armee, und vereinigen sich wie eine Kneif-zange zwischen der feindlichen Macht in einer Spitze. Daßdiesep Zustand nicht für einen normalen gelten konnte, indem. man beharren und das Weitere abwarten könnte, daßman vielmehr suchen müßte, in demselben schnell zur Ent-scheidung zu bringen, was dem Feldzuge die Wendung ge-ben sollte, das scheint so einfach, so dringend zum gesun-den Menschenverstand zu reden, daß man nur bedauernmuß/ sich gar nicht in den Standpunkt versetzen zu kön-nen, aus welchem diese Vernachlaßigung des Einfachstenund Natürlichsten erklärlich scheint.

Nachdem der König geschlagen war und nur noch30,000 Mann stark blieb, war nichts natürlicher, als sei-nen Sieg zu verfolgen, dem Könige immer wieder aufden Leib zu rücken, und ihn, ich weis nicht wohin zu trei-ben. Daß man Berlin dabei bekam, die ganze Mark er-oberte, mit den Schweden in Verbindung kam, mag al-les als bloße Nebensache gelten, denn wir haben bei an-dern Gelegenheiten gesehen, daß dies den LebensfadenFriedrichs des Großen noch nicht eigentlich abschnitt. Aberwas sollte denn aus der Armee des Königs eigentlich wer-den , die nirgend eine Verstärkung fand? Es blieb ihrnichts übrig als sich unter die Kanonen von Magdeburgzurückzuziehen. Zu diesem äußerst natürlichen Resultat derSchlacht von Kunersdorf konnte und mußte der Feldmar-schall Daun mitwirken, indem er mit 20- bis 30,000Mann gegen Friedrich den Großen vorrückte. Da er nachseinen eigenen Äußerungen selbst 30,000 Mann stark war,