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wollte, so ließ er Fink bet Maxen vorgehen, wahrend erbei Wilödruff, und Ziethen bei Kesselsdorf stand. ObgleichGeneral Fink weniger in dem Rücken der feindlichen Armeestand, als der Herzog von Ahremberg bei Dommitsch, sowar er doch unendlich viel gefährlicher gestellt, denn derKönig stand nicht, wie Daun dort, in der Flanke derfeindlichen Armee, und hatte nicht wie Daun mehrere Iwi-schencorps; außerdem war General Fink zwischen die öst-reichische und die hinter dieser stehende ReichSarmee hin-eingeschoben. Man kann wohl sagen daß die Geringschätzungdes Gegners hier bis zur Verblendung ging; der Erfolgist bekannt genug.
Beide Fälle, den von Dommitsch und den von Maxenkann man als Übertreibungen ansehen, wo man den Rückzugdes Feindes hat erzwingen wollen, vermitteltst einer Maß-regel, die ihrer Natur nach mehr eine leise Förderung alseine gewaltsame Durchtreibung des Zweckes sein muß.Kann man einen feindlichen Feldherrn durch Umstellungseiner Flanke, durch Bedrohung und wirkliche abwechselndeUnterbrechung seiner Verbindungslinie, nicht vermögen,weiter zurückzugehen, so wird man durch die übermüthigeFeststellung eines Corps auf seiner Rückzugsstraße denZweck auch nicht erreichen, denn das Erstere ist schon einZeichen daß die wesentlichen Bedingungen zu einer solchenWirkungöart fehlen; eine lange offene Seite die nicht zudecken ist, oder ein ohnehin zum Rückzug halb entschlosse-ner, oder ein furchtsamer Gegner; wo diese Umstände nichtsind, wird das immer dreistere Vorschieben ste nicht her-vorrufen, sondern früh oder spät zu solchen Verlusten füh-ren, wie der von Maxen war, weil es zu schwer ist, eineso vorgeschobene Spitze vor einem überlegenen Anfall vonallen Seiten zu bewahren.