138
zwischen sich und Dommltsch/ dem Herzog von Ahrembergentgegen. Prinz Heinrich war also ganz umstellt/ und da-bei noch durch die Elbe umgränzt. Zum Glück befandsich die Reichsarmee/ welche auf dem rechten Elbufer war/noch zu weit zurück/ nämlich hinter dem Floßgraben derElster. Prinz Heinrich blieb also standhaft und ergrifftrotz feiner viel weniger günstigen Lage/ dasselbe Mittel/welches Daun in der Folge gegen den General Fink an-wandte/ nämlich das zu weit vorgeschobene Corps durcheinen überlegenen Angriff von mehreren Seiten zu erdrücken.Er schickte den 2b. Oktober den General Wunsch mir5. bis 6000 Mann bei Torgau über die Elbe/ um stebei Wittenberg wieder zu überschreiten und sich dann mitdem General Rebentisch vereinigt auf den Herzog vonAhremberg zu werfe»/ wahrend Fink ihn von der Seitevon Torgau her angreifen/ und ein viertes Corps unterWedel bei Falkenberg/ die Verbindung mit Daun abschnei-den sollte. Der Herzog von Ahremberg aber hatte den28. Befehl bekomme»/ sich gegen Wittenberg zu wende»/und die Corpö von Gemmingen und Guasco/ sich mitihm zu vereinigen. Dadurch wurde der Plan des PrinzenHeinrich gestört/ allein der Herzog von Ahremberg fandsich doch/ als er den 29. auf den General Wunsch stieß/veranlaßt, sich gegen Düben zurückzuziehen/ und verlor aufdiesem Rückzüge bei Säckwitz/ zwischen Kemberg uud Dü-ben/ den General Gemmingen mit 1500 Mann.
Als im Anfang Novembers der König/ von der Be-gleitung die er der russischen Armee bis Glogau gegebenhatte/ mit 15/000 Mann bei Torgau eintraft fing er aufdieselbe Art an/ Dauns linke Flanke zu umstelle»/ und die-sen bis hinter den plauenfchen Grund zurückzudrücken. Dadieser/ wie Prinz Heinrich bis Torgau/ nicht weiter weichen