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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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157
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einer über die Oder vorgeschobenen Avantgarde die rechteSeite Dauns gegen den Prinzen Heinrich zu decken.

Denken wir uns nun die Russen mit allen Eigen-thümlichkeiten/ die einen Verbündeten/ der von so weitherkommt/ und ein so schwaches Interesse an den weitemErfolgen hat/ charakterisiren. Sie hatten geglaubt mit65,000 Mann vor Breölau anzukommen/ dort Laudonmit 40,000 zu finden, also 100,000 Mann stark demPrinzen Heinrich gegenüber zu stehen, von dem fie rechtgut wissen konnten daß er nicht über 30- bis 40,000Mann stark sein könnte; den König hofften sie fünfzigMeilen von sich entfernt zu wissen; das wäre ihnen grademundrecht gewesen. Nun ist der König nur wenigeMarsche von der Oder, Laudon zu Darm gestoßen; siesehen die Möglichkeit daß der König sich gegen sie wen-det und gemeinschaftlich mit seinem Bruder über sie her-fallt. Ob sie nun gleich die Freiheit haben einem solchenStoß zu rechter Zeit auszuweichen, so drückt diese Chi-märe doch den Feldmarschall Soltikof wie der Alp denTräumenden. Das Mißtrauen gegen Daun ist vom vori-gen Jahre her noch nicht erloschen, und vom Feldmarschallbis zum letzten Corporal glaubt jeder, daß die Ostreicherden Russen die ganze Gefahr und alle Opfer deö Kriegesallein aufbürden, für sich selbst aber den Erfolg behaltenwollen. Diese Stimmung und der daraus entspringendeüble Wille, ließ sich mit höchster Wahrscheinlichkeit vor-aussehen, denn es ist nur die ganz gewöhnliche Erschei-nung solcher Verhältnisse.

Daun seinerseits hat den König mit seiner Haupt-macht gegen sich, die er auf 40,000 Mann schätzt; seitvierzehn Wochen hat er ihn auf dem Halse, sieht ihn täg-lich rechts und links an sich herum marschircn, ist immer