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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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156
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fein mochte/ so ist er vermuthlich ziemlich stolz auf diesenTheil seines Feldzuges gewesen.

Wie sie beide in Schlesien ankomme»/ ist Daun's näch-stes Augenmerk/ den König von Schweidnitz und Breslau/mithin auch vorn Prinzen Heinrich abzuschneiden. Er willsich ihm längs der Katzbach vorlegen; dazu aber sieht ersich nicht stark genug und ruft also Laudon herbei. DerKönig war einige 30/000 Mann stark aus Sachsen ab-marschirt/ Daun glaubte ihn wohl 40/000; er selbst warjetzt ohne Laudon vielleicht 70/000; allein wenn man sichauf einer Linie von sechs bis acht Meilen ausdehnen soll/so kann man sich bei dem obigen Verhältniß leicht zuschwach finden.

Daun hielt fich/ indem er die Linie der Katzbach ver-theidigte/ mit den Russen so gut wie vereint und imStande/ gegen eins der drei Objekte, von welchen er denKönig getrennt hatte, nämlich Schweidnitz, Breslau undden Prinzen Heinrich, oder auch, mit großer Überlegenheitgegen den König selbst etwas zu unternehmen. Aber indiesem Plan war doch eigentlich weder Klarheit noch eindurchgreifender Gedanke. Man war mit den Russen ver-einigt, was gegenseitige Benachrichtigung betraf, aber daRussen und Östreicher ganz verschiedene Front machten,und entgegengesetzt laufende Verbindungslinien hatten, sowar keine Einheit der Bewegungen möglich. Die Stel-lung des Prinzen Heinrich vor Breslau, hielt die Russenin der ihrigen fest; ein Angriff auf den Prinzen Heinrichbei Breslau war nicht thunlich, weil er fich unter die Ka-nonen von Breslau, oder vielmehr in die starken Wasser-linien die dieser Ort auf seiner polnischen Seite hat, zu-rückziehen konnte; die ganze 65,000 Mann starke Machtder Russen konnte also nur gebraucht werden, um mittelst