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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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166
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Kräfte sich nicht ausringen und erschöpfen. Obgleich in denschlesifchen Kriegen dies überhaupt nicht in dem Maaße derFall war/ wie jetzt/ und die damaligen Schlachten mehrin einem einzelnen Akt/ mit schnellerer Entscheidung, spiel-ten/ so ist dies doch mit der Schlacht von Liegnitz mehrals gewöhnlich der Fall, und zwar ihrer Natur nach so,daß sie auch jetzt noch einen solchen Hergang haben würde.Laudon wurde von des Königs Anwesenheit in einer Ge-gend, wo er ihn nicht gesucht hatte, überrascht, nega-tiv überfallen.

Er überschritt einen Bodeneinschnitt in getrenntenKolonnen; es war noch finster, als er auf den Königstieß; er hatte weder Zeit noch Raum, seine Kräfte eini-germaßen zu entwickeln; er wurde also übergerannt.Aber seine Tapferkeit, Entschlossenheit, sein Ehrgeiz machte,daß er nicht einmal übergerannt wurde, sondern fünf Malhinter einander, indem er fünf Versuche machte, einen tüch-tigen Angriff zu bilden. Und diese wiederholten Versuche,diese nachhaltige Anstrengung im beständigen Anfan-gen machten seinen Verlust so groß, und den Erfolg ent-scheidender als er bei Schlachten dieser Art, ohne unmit-telbares Verfolgen werden kann. Fälle dieser Artsind die einzigen, wo es noch heut rathsam ist, sich aufeinmal auf seinen Gegner zu werfen.

§. 66 .

Die Schlacht von Torgau.

Die erste Haupteigenthümlichkeit von Seiten des An-griffs ist, daß der König den Feind mit ganz getrennterMacht von vorn und hinten angreift. Bis Kunersdorfwaren des Königö Schlachten immer in ungctrennter Ord-nung, gewissermaßen mit dem Kommandowort geliefert