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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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167
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worden. Bei Kunersdorf sehen wir zuerst unter dem Ge-neral Fink eine getrennte Kolonne; aber ste hat nur eineuntergeordnete Stelle, und befindet sich ziemlich nahe beider Hauptarmee. Als der König in diesem Feldzuge den8. Juli sich von Bautzen aus plötzlich gegen Laöcy wen-det, entwirft er eine Angriffsordnung in drei getrennten,den Feind umfaffenden Kolonnen. Sie kommt nicht zurAusführung, weil Laöcy ausgewichen ist. Bei Torgaunun ist der Angriff wieder umfassend, und mit getrennterMacht. Wir sehen also, wie der König nach und nachzur Zergliederung seines Heeres beim Angriff, als einesgeschickten Mittels, zu großen Erfolgen zu gelangen,überging.

Fragen wir uns, welche Vortheilhaften und nachthei-ligen Wirkungen die Trennung und umfassende Richtungder Theile gehabt hat, so ergiebt sich folgendes:

a) Wegen der Trennung wirkten die Theile nicht sogleichzeitig, und übereinstimmend wie es ohne demgeschehen wäre. Der König war ziemlich geschlagen,ehe Ziethen wirksam eingriff. Aber dieser Mangelan Zusammenwirken reichte doch nicht bis zum gänz-lichen Mangel an Einheit, denn die Sache war dochmit dem König nicht völlig beendet, als Zietheneinschritt. Die Wirkung dieses Einschreitens reihtesich an die Wirkung an, die des Königs Gefecht beiDaun hervorgebracht hatte; und so war also diesesGefecht nicht verloren; der Mangel an Zusammcn-siimmung ging mithin nicht so weit, den Erfolg desGanzen zu wenden; und so dürfte eö sich in allenFallen zeigen, wo es den Befehlshabern der getrenn-ten Theile nicht an Muth und gutem Willen fehlt.

b) Wenn die 30 Bataillone und 50 Schwadronen