dem Großen, der von dem Feldzug von 1741 her nocheine unangenehme Erinnerung davon haben mochte, daß erseine Truppen verlassen hatte, um sich zu Schwerin zubegeben. Wir lesen nirgend von solchen Reisen, vielmehrwar er Lm Laufe des Feldzugs fast immer an der Spitzeseiner Avantgarde.
Man kann es unter diesen Umstanden nicht tadeln,daß Friedrich der Große von diesem Lager fortdauerndGebrauch machen wollte, und an der Idee hing, es sospät als möglich aufzugeben, daß er aber dem GeneralFougue fast keinen Spielraum ließ, ihn in seine Kata-strophe hineinstieß, ist ein Fehler seiner oft zu eigenwilli-gen Denkungöart, und der Geschichte von Maxen an dieSeite zu stellen.
§. 68 .
Manöver und Märsche des Königs.
Friedrich der Große war im Jahre 1760 der Ver-theidiger, wie er eö seit 1758 immer war. Der Kriegwurde in seinem Kriegstheater geführt und die Gegner hat-ten den positiven Zweck des Vorschreitens, der König dennegativen des Erhaltens. Der König suchte dieses Erhal-ten auch nicht durch entscheidende Schlachten und Siegezu bewirken, denn bis Torgau hin ist eine Hauptschlachtnirgend seine Absicht. Dagegen haben die Östreicher wirk-lich diese Absicht (obwohl-mit Zittern-und Zagen).
- Nichts desto weniger ist der König geM Daun im-mer der positiv Handelnde, immer der Thätige, - und dieserliegt immer nur in ^der Parade. Die§ scheint ein Wider-spruch, der sich"auf.folgende Art löst. Daun wollte nichteher gegen den König einen Stoß wagen, bis er eine guteGelegenheit dazu fände; er wollte also die Russen abwarten,
woll-