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Monat Mai, unter dem General Golz nach Slogan / umdie große russische Armee zu beobachte»/ wenn sie sichSchlesien nähern würde.
Der König behielt nur etwa 60/000 Mann unterseinem persönlichen Befehl in Schlesien/ und seine Absichtwar/ sich damit wo möglich immer zwischen den Russenund Hstreichern so zu stellen/ daß ihre völlige Vereinigungnicht statt finden könne/ und dieselbe Ungewißheit und der-selbe Mangel an Zusammenstimmung eintreten möchte/ derim vorigen Jahre bedeutende Unternehmungen verhinderthatte. Dabei war der König immer mehr von dem Ge-danke«/ sich mit den Russen zu schlagen/ zurückgekommen/und schien fest entschlossen/ sie unangefochten zu lasse»/ da-gegen seine ganze Aufmerksamkeit darauf zu richte»/ ob erdem General Laudon in der. Ebene eine Schlacht abgewin-nen könne/ weil er bei der Stärke seines Heeres sich danneinen Sieg versprach. Ob die politischen Verhältnisse inPetersburg an jenem Entschluß des Königs irgend einenAntheil hatten/ ist ungewiß; da er in seinen Werken nichteinmal darauf hindeutet / so ist man auch nicht berechtigtes anzunehmen. Motivirt wird dieser Entschluß schon da-durch/ daß ein Schlag gegen die Östreichs immer wirksa-mer für die allgemeinen Angelegenheiten blieb/ als gegendie Russen.
Bei dieser Ansicht des Königs über/ welche gar keinZweifel statt finden kann/ da er sie ganz ausdrücklich aus-spricht/ und sein Betragen kurz vor der Vereinigung bei-der Armeen ganz daraus hervorgeht/ muß man es als ei-nen fremdartigen Einstuß ansehe«/ daß sich der König imMonat Juni durch einen Plan des General Golz fortrei-ßen ließ/ das Corps desselben bis auf 24/000 Mann zuverstärken/ in der Absicht/ damit gegen eine der Kolonnen