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der russischen großen Arinee etwas zu unternehmen, ehesich das Ganze vereinigt, hatte. Der plötzliche Tod desGeneral Golz machte, daß aus dieser Unternehmung nichtswurde, die übrigens wahrscheinlich nicht besser abgelaufenwäre, als die im Jahr 1759 versuchte.
Da der König mit ziemlicher Gewißheit voraussehenkonnte, daß die Russen nicht-vor Ende Juli an der Oderankommen würden, so ist wieder nicht einzusehen, warumer den General Golz so früh, nämlich um vier bis fünfWochen zu früh, nach Glogau abschickte.
Er würde, da er selbst Mitte Mai in Schlesien ein-traf, sich fast zwei Monate mit 60,000 Mann dem Ge-neral Laudon gegenüber befunden haben, der in dieser Zeitselbst nicht starker war. .Billig muß hier die Frage un-tersucht, werden, warum der König dies in seiner Lage soVortheilhafte Machtverhältniß nicht zu ewem entscheidendenSchlage gegen Laudon benutzte, da er voraussah, daß erin sechs bis acht Wochen es mit einer doppelt so großenMacht zu thun haben würde. So einfach dies klingt, soschwierig war es in der Ausführung. Wäre davon dieRede gewesen, den General Laudon in der Ebene Schle-siens anzugreiseu, so würde der König nicht einen Augen-blick sich bedacht haben, vielmehr war dies sein lebhafterWunsch. Allein Laudon hatte sich in die Stellung vonBraunau zurückgezogen und hielt nur die Grafschaft Glatzbesetzt. Auch bei Braunau würde er keine Schlacht ange-nommen haben, sondern nach Königin -Grätz hin auöge-wichen sein. Zu einem nachdrücklichen Einfall in Böh-men aber waren die Umstände wenig geeignet. Rechts demKönige standen bei Zittau 30,000 Mann unter Odonel,welche Daun dahin geschoben hatte, um nöthigcnfalls zurUnterstützung Laudonö gebraucht zu werden. Diese konnten