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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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und Liegnitz marschirte. Der Köntg stand bei Wahlstadt,Markgraf Carl bei Lonig: den 16. blieb man gegenseitigso stehen; den 17. nahm Laudon das Lager bei Jauer,die Russen bei Liegnitz, der König bei Wahlstadt undIcnkau. Die Vereinigung war nun als bewirkt zu be-trachten, wenigstens sah sich der König nicht mehr imStande, den General Laudon mit ungethcilter Macht an-zugreifen. Den 19. rückten die Russen noch etwas naheran Laudon nach Hochkirch, der König ging nach der Ge-gend von Pietschen und Klein-Becker»- wie er sagt in derAbsicht, sich der Höhen von Kunzendorf zu bemächtigen;da er aber nur einen kleinen Marsch that, so kann es mitdieser Absicht nicht recht ernst gewesen sein. Den 20.nahm er daö feste Lager von Bunzelwitz, weil Laudon be-reits wieder rechts abmarschirt und in der Gegend vonKunzendorf eingetroffen war.

Diese sämmtlichen Märsche und Stellungen des Kö-nigs waren also darauf gerichtet, durch seine Zwischenstel-lung, die Vereinigung der beiden Armeen unmöglich zumachen, und wenn Laudon sich in die Ebene hervorwagensollte, diesen anzugreifen; dagegen die Russen in jedemFall unangetastet zu lassen. Nun blieb aber Laudon äu-ßerst vorsichtig in seiner kunzendorfer Stellung bis aufden letzten Augenblick, und nur die Russen, von denenman es am wenigstens hätte erwarten sollen, waren keck,und nahten sich dem Könige dergestalt, daß es ihm einLeichtes gewesen wäre, sie anzugreifen. Der König bliebseinem System treu und ließ sie ungestört ziehn. Aller-dings würde ein Sieg über die Russen die Vereinigungvereitelt haben; allein wenn man bedenkt, wie viel Men-schen dem Könige die Schlacht von Zorndorf gekostet Hatte,so kann man wohl sagen, daß nach einem ähnlichen Siege