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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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seht/ in welchem wir das Verhältniß der Streitkräfte deut-lich übersehen. Es ist der der Ankunft Czernitschef's.Sehen wir ganz ab von dem/ was wir oben gesagt ha-ben/ so kann es einfach und konsequent erscheinen/ daß derKönig die Ankunft der Russen abwarten wollte/ ehe er sei-nen Feldzug anfing.

Nachdem Czernitschef angekommen war/ hatte der Kö-nig nahe an 90/000 Mann in Schlesien beisammen; Daunwar nach Abzug der schweidnitzer Garnison höchstens 60/000/und würde/ bei dem System der Östreicher jedesmal dienächsten Zugänge Böhmens durch besondere Detachementözu decken/ kaum 60/000 in die Schlacht gebracht haben.— Ist es glaublich/ daß Friedrich der Große mit dieserÜbermacht nicht zu einer entscheidenden Schlacht schritt/sondern es vorzog seinen Gegner aus seiner Stellung wegzu manövriren? Sieht das dem Feldherrn von 1757 ähn-lich; und ist es nicht unerhört/ daß der König in Ober-Schlesien 50/000 Mann zu einer Diversion an den Gren-zen Ungarns und Mährens unterhielt/ die die Ostreichernur mit 10/000 Mann unwirksam machten?

Die Idee dieser Diversion war als eine Trümmer desfrüheren Plans anzusehen/ gemeinschaftlich mit den krimm-schen Tartaren einen Einfall in Ungarn zu thun. Aberseit dem Tode der Kaiserin Elisabeth hatte der König die-sen Plan aufgegeben/ der auch in der That seiner Locker-heit wegen nur für eine ganz verzweifelte Lage gut genugwar. Die Ungarn blos mit eigenen Kräften zu bedrohen/war die schlechteste Wirthschaft/ die der König mit feinenKräften führen konnte. Denn wenn schon jedes Bedro-hen einer bis dahin nicht berührten Provinz neue Kräftehervorruft/ die sonst geschlafen hätten/ so ist dies in einem

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