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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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geschmolzen war/ wenn auch diese Summe etwas zu geringsein sollte/ doch im März nicht über 60/000 gewesen sein,und daß es bei derselben an mancherlei Ausrüstungsgegen-ständen gefehlt haben mag. Ob der König im März wirk-lich im Stande war/ Laudon auf den Leib zu rücken/ undin Böhmen hineinzutreiben/ läßt sich also jetzt nach solanger Zeit durchaus nicht mehr entscheiden; aber eö läßtsich doch wohl behaupte«/ daß, wenn Friedrich vom Ja-nuar ab mit der ihm sonst so eigenthümlichen Thätigkeitverfahren wäre/ er wohl eben so gut den Fcldzug von1762 im März eröffnen konnte/ als er eö beim Feldzugvon 1758 gethan hat.

Dem Könige war der Gedanke von einer möglichenRevolution in Petersburg nicht fremd; um so mehr hätteer ja eilen müssen/ die günstigen Verhältnisse zu nützen.Aber abgesehen davon so würde des Königs Gleichgültig-keit gegen eine frühere Eröffnung des Feldzugs sich vieleher begreifen lasse«/ wenn Schweidnitz der einzige fchlcsifchePlatz gewesen wäre/ der sich in Feindes Händen befand.Wenn man aber bedenkt/ daß eine Eröffnung des Feld-zugs im März den König in den Stand gesetzt hätte/ indiesem Jahr auch noch Glatz oder als Äquivalent davonDresden zu nehme»/ so muß man einen doppelten Werthdarauf legen.

Dies ist der erste Punkt/ in welchem wir beim Kö-nige jene Ökonomie der Zeit und Kräfte vermissen/ diewir an ihm gewohnt sind/ vermissen: den hohen Flug derEntwürfe/ welchen der kühne Eroberer Schlesiens und derFeldherr von 1757 erwarten ließ/ der bis dahin von demDruck überlegener Kräfte zurückgehalten/ jetzt ein Vacuumfand/ in dem er sich plötzlich hätte ausdehnen können.

Aber noch auffallender muß uns ein zweiter Moment