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dadurch äußerst empfindliche Theile. Man kann im Ge-birge nicht überall marschiren; vielmehr ist man auf we-nige Wege eingeschränkt; man kann den Feind der unszuvor gekommen ist, nicht/ wie in der Ebene/ überrennen/wenn er auch wirklich schwächer ist als wir. Diese beidenUmstände machen/ daß man im Gebirge/ wenn man derSchwächere ist/ viel früher für seinen Rückzug besorgt seinmuß/ als in der Ebene; daß man also nicht bis auf denletzten Augenblick mit dem Gegner ringen kann/ wennman sich nicht in den Abgrund einer Katastrophe stür-zen will.
Gerathen also beide Heere nach den ersten Bewegun-gen in eine verschobene Stellung/ so frägt es sich/ wer imStande ist/ Vortheile davon zu ziehen; hier entscheidettbeilö die Überlegenheit/ theils das Verhältniß der Ver-bindungslinie. Daun war der Schwächere; seine einzigenVerbindungslinien/ die Straßen von Trautenau und Vrau-nau/ lagen nahe bei einander; denn wenn er auch imschlimmsten Fall nach Schweidnitz hätte sich zurückziehenund von da durch die Ebene nach der Grafschaft Glatzmarschiren können/ so würde er dadurch sein Magazin iuBraunau Preis gegeben haben; und daran war schon nichtzu denken. Der König/ welcher durch sein besser eingerich-tetes Fuhrwesen nicht genöthigt war/ seine Magazine sonah zu habe»/ hatte dasselbe in Breslau/ und also nichtsdeshalb zu besorge»/ so wie ihm denn auch der Rückzugnach allen Seiten offen stand.
Es ist also ganz unbezweifelt/ daß der König/ nach-dem Daun bei dem ersten Umgehungsmarsch noch Gele-genheit gefunden haben würde/ sich ihm in einer ziemlichstarken Flankenstellung zu widersetzen/ beim zweiten nur aufschwächere Abtheilungen gestoßen wäre/ die er vermöge