seiner Überlegenheit Überwältigen konnte, und daß ebendiese Überlegenheit, so wie das Verhältniß seiner Verbin-dungSlinie, ihn dann in den Stand setzte, von dieser neuenStellung aus gegen das Centrum der seindlichen Armeevorzurücken, um sie dann in einer Lage anzugreifen, in dersie nur eine Schlacht mit Gefahr einer Katastrophe an-nehmen, und einen Rückzug ohne Schlacht nur mit gro-ßen Verlusten machen konnte.
Höchst wahrscheinlich würde der vorsichtige Dann dieseInstanz gar nicht abgewartet, diese Schlacht also mit dembesten Willen des Königs nicht stattgefunden haben; aberohne bedeutende Trophäen würde ein solcher Angriff immernicht geblieben sein. Die beiden Gefechte von Burckers-dorf 1760 und 1762 sind schon völlig hinreichend, die Zu-läßigkeit dieses Raisonnements zu beweisen.
Wir wollen uns nicht in einer Erklärung dieser bei-den Momente versuchen, in denen wie Friedrich den Gro-ßen nicht wieder kennen. Der Schlüssel zu diesem Räthselliegt wahrscheinlich in dem Gebiet rein subjektiver Motive.Aber die Kritik, wenn sie auch für den ersten der beide»Momente wegen ungewisser Kenntniß der Data ihr Urtheilzurückhält, kann doch nicht anders als in dem zweiten ei-nen entschiedenen militairisch- politischen Fehler erkennen.
Eben so rein subjektiv, obgleich vielleicht erklärlicher,ist der Grund eines andern Fehlers. Guaöco bot, gleichnachdem Daun in dem Gefecht von Reichenbach einen ver-geblichen Versuch des Entsatzes gemacht hatte, also dreiWochen nach der Einschließung die Übergabe an, wenn erfreien Abzug erhielt. Der König schlug diese Bedingungaus. Hätte er ahnden können, daß der Ort sich noch sechsWochen vertheidigen würde, so würde er gewiß in der
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