235
veranlaßt wurde, seine Posten bei Teplitz zu verstärken.Um die Mitte Juli rückte, auf Serbelloni's Aufforderung,die Reichöarmee über Hof vor; allein ste kam nur bis indie Gegend von Schneeberg, wo fie erfuhr, daß auch derGeneral Kleist über Marienberg aus Böhmen gegen sieim Anzüge fei. Sie eilte nun nach Franken und zwar bisBaireuth, wo sie den 25. Juli ankam.
General Seidlitz ließ sie durch den General Bellingverfolgen, und zog selbst wieder nach Zwickau zurück.
Nun beschloß der Prinz Heinreich ein noch ernstliche-res Unternehmen nach Böhmen hinein. Er ließ den Ge-neral Seidlitz, der nur ein kleines Détachement unter demMajor Schulenburg gegen die Reichsarmee ließ, AnfangsAugust über Pasberg und Commotau in Böhmen einbre-chen, sich mit dem über Einsiede! kommenden General Kleistvereinigen, die, nur etwa 8000 Mann stark, den Prinzenvon Löwenstein angriffen, der mit 10 Bataillonen und20 Schwadronen bei Teplitz stand. Der Angriff wurdeabgewiesen, und die preußischen Generale zogen sich nachSachsen zurück. Die Reichsarmee war den 11. Augustüber Hof vorgerückt und hatte Mitte des Monats ihrenMarsch über Egcr durch Böhmen, zur Vereinigung mitder östreichischen Armee, angetreten; ste kam den 0. Sep-tember bei derselben an.
Hinterher zog der General Belling, welcher nun nocheinen neuen Streifzug bis über Karlsbad hinaus unter-nahm. Um diese Zeist löste der General Haddick den Feld-marschall Serbelloni im Kommando ab, mit welchem manwegen der vielen Streifereien in Böhmen, die er nichthatte verhindern können, sehr unzufrieden war.
Die strategischen Resultate dieses Theils des Feld-