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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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237
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kung zuvörderst ganz absehen/ denn der Krieg, wie wir ihnuns vorstellen, ist ein ganz anderer, als der Krieg der dama-ligen Zeit, d. h. er geht aus einem ganz andern politischenBoden hervor. Die Deckung von beträchtlichen Grenzendurch eine Reihe von Posten kommt in den schlesischenKriegen bei den Östreichern fast ununterbrochen vor, undwenn der König seine Kräfte, besonders im siebenjährigenKriege viel zu sehr zusammenhielt, um ein ähnliches Sy-stem zu haben, so hat er doch in den beiden ersten schlesi-schen Kriegen dasselbe mehrere Male befolgt, außerdem aberPrinz Heinrich 1758 in Sachsen ein auffallendes Beispieldavon gegeben.

Nun hatte der Feldmarschall Serbelloni den Befehl,nichts zu wagen, sondern sich ganz passiv zu verhalten, undbedenken wir nun, wie furchtsam das östreichische Kabinetdachte und handelte, so werden wir einsehen, daß dieserBefehl von großem Gewicht und nicht zu umgehen war.Laudon der nicht so behutsam und schwerfällig wie Ser-belloni war, hat sich doch im Jahr 1761 eben so unthätigmachen lassen.

Es wäre also ganz unnütz, wenn wir damit anfan-gen wollten, zu sagen, der Feldmarschall Serbelloni hätteden Prinzen Heinrich für seine dreisten Entsendungen durcheinen tüchtigen Angriff bestrafen sollen u. s. w.; es kommtvielmehr darauf an, zu sagen, wie Serbelloni im Sinnseiner Bestimmung und der damaligen Zeit hätte verfahrenkönnen, und da ist es denn einleuchtend, daß er sich denPosten von Freiberg nicht hätte sollen nehmen lassen.Zwar scheint aus der Stellung des östreichischen rechtenFlügels jenseits des plauenfchen Grundes hervorzugehen,daß dem Feldmarfchall Serbelloni zur ausdrücklichen Pflichtgemacht war, Dresden vor jeder sogenannten Insulte zu