Buch 
10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
272
JPEG-Download
 

Vianen gehende Kanal die Vertheidigungslinie. Obgleichder sogenannte krumme Rhein, d. h. der nördlichste Arm 1

des Rheins, der einzige fast, welcher seinen Namen fort-führt, von Wyk by Duurstede nach Utrecht vor diesemKanal herläuft und das von beiden und dem Leck gebil-dete Dreieck ziemlich durchschnitten ist, so ist doch dieseGegend merklich zugänglicher als der erste Abschnitt. Dieverschanzten Zugangspunkte waren hier Utrecht, Jutphaas,Vreeswyk, davon der erstere die große Straße von Amers-foord nach Rotterdam, der letztere den Damm auf demrechten Ufer des Leck schließt. Utrecht ist keine Festungund dabei ein ziemlich großer Ort; allein es hat nochÜberreste seiner alten Befestigung, liegt in einer von un-endlichen Gräben durchschnittenen zum Theil der Über-schwemmung fähigen Gegend, und war in seinen Haupt- >zugängen durch Feldverschanzungen gedeckt. Es ergiebt stch !hieraus, daß der Ort einer Vertheidigung sehr gut fähigist, daß diese aber nicht mit ganz geringer Macht bewerk-stelligt werden kann, sondern wahrscheinlich 3- bis 4000Mann erfordert. — Jutphaas und Vreeswyk waren durchFeldschanzen gedeckt.

Der dritte Abschnitt zwischen Leck und Waal. Dieeigentliche Vertheidigungslinie bildet hier ein Kanal der ingrader Richtung von Gorkum nach Vianen geht. DieÜbergänge stnd hier Vianen, Meerkerk, arkelsche Schleuseund Gorkum. Vianen ist ein haltbarer Ort, Gorkum eineFestung, und die andern beiden Punkte waren verschanzt.Allein die Gegend zwischen Leck und Waal wird durch dieLinge getheilt, und der größere Theil zwischen Linge undLeck bis Buuren hin, ist wieder in einem hohen Gradevon Kanälen, Gräben und dergleichen durchschnitten. DerTheil zwischen Linge und Waal ist offener. Die Haupt-

zu-