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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Dritter Abschnitt.

Betrachtungen über den Feldzug.

§. 7.

Sehen wir den Operationsplan des Herzogs genau an,so geht deutlich hervor, daß der Herzog sich im Grundekein anderes bestimmtes Ziel vorsteckte, als schnell vorzu-rücken, um der Gewalt der Überschwemmungen so viel Landals möglich zu entreißen. Das sogenannte Gooyland (d. h.einige Quadratmeilen um Naarden, welche noch zur Pro-vinz Holland gehörten), war seinem rechten Flügel vollkom-men zugänglich, außerdem rechnete er darauf in dem Landezwischen Rhein und Waal vielleicht etwas weiter vorzudringen.Auf diese Weise meinte er, hatte man ein Stück des feind-lichen Landes im Besitz „und würde schon im Stande sein,„wegen verweigerter Satisfaction sich nach Kriegsgebrauch„Genugthuung zu verschaffen."

Nur dies Ziel glaubte er bestimmt erreichen zu kön-nen, ob man noch eine oder die andere der haltbaren Städteeinnehmen und eine Spitze bis gegen den Haag vortreibenkönnte, war schon ungewiß; und zwar nicht ungewiß wiealles im Kriege ungewiß ist, sondern von den feindlichenÜberschwemmungs- und Vertheidigungsanstalten abhängig,die, wie das Jahr 1672 gelehrt hatte, es gradezu un-möglich machen konnten.

Mit Recht muß man sich fragen, ist ein solches Zieldes kriegerischen Aktes dem politischen Zweck des Kriegeseinigermaßen entsprechend? War es wahrscheinlich, daß einso unbedeutendes Äquivalent wie die Landstriche, in derenBesitz man kommen konnte, den beabsichtigten Frieden her-