Band 
Erster Theil.
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15. Hier wird also ein Prinzip der Polaritätin Anspruch genommen.

Indem wir das Interesse des einen Feldherrn immerin entgegengesetzter Größe bei. dem andern gedacht haben,haben wir eine wahre Polarität angenommen. Wir be-halten uns vor, ^diesem Prinzip in der Folge ein eige-nes Kapitel zu widmen, müssen aber hier Folgendes dar-über sagen.

Das Prinzip der Polarität ist nur gültig, wenn diesean ein und demselben Gegenstand gedacht wird, wo diepositive Größe und ihr Gegensatz, die negative, sich genauvernichten. In einer Schlacht will jeder der beiden Theilesiegen; das ist wahre Polarität, denn der Sieg des einenvernichtet den des andern. Wenn aber von zwei verschie-denen Dingen die Rede ist, die eine gemeinschaftliche Bezie-hung außer sich haben, so haben nicht diese Dinge,sondern ihre Beziehungen die Polarität.

16. Angriff und Vertheidigung sind Dinge von verschie-dener Art, und von ungleicher Stärke, die Polaritätkann also nicht auf sie angewendet werden. »

Gäbe es nur eine Form des Krieges, nämlich den An-fall des Gegners, also keine Vertheidigung, oder mit an-deren Worten, unterschiede sich der Angriff von der Ver-theidigung bloß durch das positive Motiv, welches jenerhat und diese entbehrt, der Kampf wäre aber immer einund derselbe: so würde in diesem Kampfe jeder Vortheildes Einen, immer ein eben fo großer Nachtheil des An-dern fein, und es wäre Polarität vorhanden.

Allein die kriegerische Thätigkeit zerfällt in zwei For-men, Angriff und Vertheidigung, die, wie wir in der Folgesächlich darthun werden, sehr verschieden und von unglei-cher Stärke sind- Die Polarität liegt also in dem, worauf