sich beide beziehe»/ in der Entscheidung/ aber nicht im An-griff und der Vertheidigung selbst. Will der eine Feld-herr die Entscheidung spater/ so muß der andere ste frü-her wolle»/ aber freilich nur bei derselben Form des Kam-pfes. Hat ^ das Interesse/ seinen Gegner nicht jetzt son-dern vier Wochen später anzugreifen/ so hat L das In-teresse nicht vier Wochen später/ sondern jetzt von ihm an-gegriffen zu werden. Dies ist der unmittelbare Gegen-satz; daraus folgt aber nicht daß L das Interesse hätte^ jetzt gleich anzugreifen/ welches offenbar etwas ganz Ver-schiedenes ist.
17. Die Wirkung der Polarität wird oft durch die Überle-genheit der Vertheidigung über den Angriff vernichtet,und so erklärt sich der Stillstand des kriegerischen Akts.
Ist die Form der Vertheidigung stärker als die desAngriffS/ wie wir in der Folge zeigen werden/ so frägt essteh/ ob der Vortheil der spätern Entscheidung bei demEinen so groß ist/ wie der Vortheil der Vertheidigung,bei dem Andern; wo das nicht ist/ da kann er auch nichtvermittelst seines Gegensatzes diesen aufwiegelt/ und so aufdas Fortschreiten des kriegerischen Aktes wirken. Wir se-hen also daß die anregende Kraft/ welche die Polaritätder Interresscn hat, sich in dem Unterschied der Stärkevon Angriff und Vertheidigung verliere«/ und dadurch un-wirksam werden kann.
Wenn also derjenige/ für welchen die Gegenwart gün-ßig ist/ zu schwach ist/ um den Vortheil der Vertheidigungentbehren zu könne«/ so muß er sich gefallen lassen derungünstigeren Zukunft entgegen zu gehen/ denn es kannimmer noch besser fein/ stch in dieser ungünstigen Zukunftvertheidigend zu schlage«/ als jetzt angreifend, oder als