samkeit im einzelnen Akt abgeht/ muß sie durch die Zeit/also durch die Dauer des Kampfes / wieder einbringen/und so ist denn diese negative Absicht/ welche das Prinzipdes reinen Widerstandes ausmacht/ auch das natürlicheMittel, den Gegner in der Dauer des Kampfes zu über-bieten/ das ist: ihn zu ermüden.
Hier liegt der Ursprung deS/ das ganze Gebiet desKrieges beherrschenden/ Unterschiedes von Angriff undVertheidigung. Wir können aber diesen Weg hier nichtweiter verfolge»/ sondern begnügen uns zu sagen: daß ausdieser negativen Absicht selbst alle die Vortheile/ und soalle die stärker« Formen des Kampfes abgeleitet werdenkönnen/ die ihr zur Seite stehen/ und in welcher sich alsodieses philosophisch-dynamische Gesetz/ was zwischen Größeund Sicherheit des Erfolgs besteht/ verwirklicht. Wirwerden dies alles in der Folge betrachten.
Giebt also die negative Absicht/ d. h. die Vereinigungaller Mittel im bloßen Widerstand/ eine Überlegenheit imKampf: so wird/ wenn diese so groß ist/ um ein ctwani-ges Übergewicht des Gegners auszugleichen/ die bloßeDauer des Kampfes hinreiche»/ um den Kraftaufwandbeim Gegner nach und nach auf den Punkt zu bringen/daß ihm der politische Zweck desselben nicht mehr dasGleichgewicht halten kann/ er ihn also aufgeben muß.Man sieht also/ daß dieser Weg/ die Ermüdung des Geg-ners/ die große Anzahl von Fallen unter sich begreift/ woder Schwache dem Mächtigen widerstehen will.
Friedrich der Große/- im siebenjährigen Kriege/ wäreniemals im Stande gewesen die östreichische Monarchieniederzuwerfen/ und hätte er es in dem Sinne einesCarl des XII. versuchen wolle«/ er würde unfehlbar zuGrunde gegangen sein. Nachdem aber die talentvolle An-