44
Der Kampf im Kriege ist nicht ein Kampf des Ein-zelnen gegen den Einzelnen/ sondern ein vielfach geglieder-tes Ganze. In diesem großen Ganzen können wir Ein-heiten zweierlei Art unterscheiden: die eine nach dem Sub-jekt/ die andere nach dem Objekt bestimmt. In einemHeere reihet sich die Zahl der Kämpfer immer zu neuenEinheiten zusammen/ die Glieder einer höheren Ordnungbilden. Es bildet also der Kampf eines jeden dieser Glie-der auch eine mehr oder weniger hervortretende Einheit.Ferner bildet der Zweck des Kampfes/ also sein Objekt/eine Einheit desselben.
Jede dieser Einheiten NUN/ die sich im Kampf unter-scheiden/ belegt man mit dem Namen eines Gefechts.
Liegt aller Anwendung von Strcitkräften die Vor-stellung von Kampf zum Grunde/ so ist auch die Ver-wendung der Streitkräfte überhaupt nichts als die Fest-stellung und Anordnung einer gewissen Anzahl von Ge-fechten.
Es bezieht sich also alle kriegerische Thätigkeit noth-wendig auf das Gefecht/ entweder unmittelbar/ oder mit-telbar. Der Soldat wird ausgehoben/ gekleidet/ bewaff-net/ geübt/ er schläft/ ißt/ trinkt und marschirt/ allesnur/ um an rechter Stelle und zu rechter Zeit zufechten-
Endigen sich also im Gefecht alle Fäden kriegerischerThätigkeit/ so werden wir sie auch alle auffasse»/ indemwir die Anordnung der Gefechte bestimmen; nur von die-ser Anordnung und ihrer Vollziehung gehen die Wirkun-gen auS/ niemals unmittelbar von den ihnen vorhergehen-den Bedingungen. Nun ist im Gefecht alle Thätigkeit aufdie Vernichtung des Gegners/ oder vielmehr seinerStreitfähigkeit gerichtet/ denn es liegt in seinem Be-