Band 
Erster Theil.
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gewesen, doch kann sie auch in der Strategie nicht fehlen,insofern auch in ihr oft schnelle Entscheidungen erforderlichsind. Entkleidet man diesen Begriff, von dem was ihmder Ausdruck zu Bildliches und Beschränktes gegeben hat,so ist er nichts als das schnelle Treffen einer Wahrheit,die einem gewöhnlichen Blick des Geistes gar nicht sicht-bar ist, oder es erst nach langem Betrachten und Über-legen wird.

Die Entschlossenheit ist ein Akt des Muthes, in demeinzelnen Fall, und wenn sie zum Charakterzug wird, eineGewohnheit der Seele. Aber hier ist nicht der Muth ge-gen körperliche Gefahr, sondern der gegen die Verant-wortung, also gewissermaßen gegen Seelengefahr gemeint.Man hat diesen oft coura^e cUxrit genannt, weil eraus dem Verstände entspringt, aber er ist darum kein Aktdes Verstandes, sondern des Gemüths. Bloßer Verstandist noch kein Muth, denn wir sehen die gescheutesten Leuteoft ohne Entschluß. Der Verstand muß also erst dasGefühl des Muthes erwecken, um von ihm gehalten undgetragen zu werden, weil im Dränge des Augenblicks Ge-fühle den Menschen stärker beherrschen als Gedanken.

Wir haben hier der Entschlossenheit diejenige Stelleangewiesen, wo sie, bei nicht hinreichenden Motiven, dieL^uaalen der Zweifel, die Gefahren des Zauderns hebensoll. Der nicht sehr gewissenhafte Sprachgebrauch belegtfreilich auch die bloße Neigung zum Wagen, Dreistigkeit,Kühnheit, Verwegenheit, mit diesem Namen. Wo aberhinreichende Motive in dem Menschen sind, sie mögensubjektiv oder objektiv, gültig oder falsch sein, ist keinGrund, von seiner Entschlossenheit zu reden, denn, indemwir das thun, setzen wir uns an seine Stelle, und legenZweifel in die Waagschale, die er gar nicht gehabt hat.