Band 
Erster Theil.
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Gefühl entsteht. Wenn diese Definition uns auch, wiewir schon eingeräumt haben, praktisch wenig hilft, so wirdsie doch verhindern, den Eigensinn für eine bloße Stei-gerung der Charakterstärke zu halten, während er etwaswesentlich Verschiedenes davon ist, was derselben zwar zurSeite liegt und mit ihr gränzt, aber so wenig ihre Stei-gerung ist, daß es sogar sehr eigensinnige Menschen giebt,die wegen Mangel an Verstand wenig Charakterstärkehaben.

Nachdem wir in diesen Virtuositäten eines ausge-zeichneten Führers im Kriege, diejenigen Eigenschaften ken-nen gelernt haben, in welchen Gemüth und Verstand zu-sammen wirken, kommen wir jetzt zu einer Eigenthümlich-keit der kriegerischen Thätigkeit, welche vielleicht als diestärkste betrachtet werden kann, wenn es auch nicht diewichtigste ist, und die, ohne Beziehung auf die Gemüths-kräftc, bloß das Geistesvermögen in Anspruch nimmt. Esist die Beziehung, in welcher der Krieg zu Gegend undBoden steht.

Diese Beziehung ist, erstens, ganz unausgesetztvorhanden, so, daß man sich einen kriegerischen Akt un-serer gebildeten Heere gar nicht anders, als in einem be-stimmten Raum vorgehend denken kann; sie ist, zweitens,von der entscheidendsten Wichtigkeit, weil sie dieWirkungen aller Kräfte modifizirt, zuweilen total verän-dert; drittens, führt sie auf der einen Seite oft zu denkleinsten Zügen der Örtlichkeit, während sie auf derandern die weitesten Räume umfaßt.

Auf diese Weise ist es, daß die Beziehung, welcheder Krieg zu Gegend und Boden hat, seiner Thätigkeiteine hohe Eigenthümlichkeit giebt. Wenn wir an die an-dern menschlichen Thätigkeiten denken, die eine Beziehung