Band 
Erster Theil.
Seite
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wortlichkeit, die ein solcher großer Entscheidungsakt in sichträgt. Man kann sagen: daß das Handeln im Kriege,insofern es ein wirkliches Handeln, nicht ein bloßes Daseinist, nie ganz aus dem Bereich der Gefahr hinaustritt.

Andere Gemiithskrä'fte.

Wenn wir diese durch Feindschaft und Gefahr auf-geregten Gemüthskräfte als dem Kriege eigenthümlich be-trachten, so schließen wir alle anderen, den Menschen aufseinem Lebenswege begleitenden, nicht davon aus; sie wer-den auch hier häufig genug Platz finden. Zwar darf mansagen, daß manches kleinliche Spiel der Leidenschaften indiesem ernsten Dienst des Lebens zum Schweigen gebrachtwird, doch gilt dies nur von den Handelnden der niedernRegionen, die, von einer Gefahr und Anstrengung zur an-dern fortgerissen, die übrigen Dinge des Lebens aus denAugen verlieren, sich der Falschheit entwöhnen, weil derTod sie nicht gelten läßt, und so zu jener soldatischen Ein-fachheit des Charakters kommen, die immer der beste Re-präsentant des Kricgcrstandes gewesen ist. In den höher»Regionen ist es anders, denn je höher Einer steht, um somehr muß er um sich sehen; da entstehen denn Interessennach allen Seiten, und ein mannichfaltiges Spiel der Lei-denschaften, der guten und bösen. Neid und Edelsinn,Hochmuth und Bescheidenheit, Zorn und Rührung, allekönnen als wirksame Kräfte in dem großen Drama er-scheinen.

Eigenthümlichkeit des Geistes.

Die Eigenthümlichkeiten des Geistes in dem Han-delnden find, neben denen des Gemüths, gleichfalls voneinem hohen Einfluß. Andere Dinge darf man erwarten