Band 
Erster Theil.
Seite
139
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Männer/ die in geringeren Stellen mit der höchsten Aus-zeichnung gedient hatten/ in der höchsten unter der Mittel-mäßigkeit blieben/ weil die Fähigkeiten ihres Geistes nichtzureichten. Daß auch selbst unter den Feldherrnstellen wie-der ein Unterschied gemacht werden kann/ nach dem Gradeihrer Machtvollkommenheit/ versteht sich von selbst.

Das Wissen muß ein Können werden.

Wir haben jetzt noch einer Bedingung zu gedenke»/welche für das Wissen der Kriegführung dringender istals für irgend ein anderes: daß es nämlich ganz in denGeist übergehen/ und fast ganz aufhören muß/ etwas Ob-jektives zu sein. Fast in allen andern Künsten und Thä-tigkeiten des Lebens kann der Handelnde von WahrheitenGebrauch machen/ die er nur einmal kennen gelernt hat/in deren Geist und Sinn er nicht mehr lebt/ und die eraus bestaubten Büchern hervorzieht. Selbst Wahrheiten/die er täglich unter Händen hat und gebraucht/ könnenetwas ganz außer ihm Befindliches bleiben. Wenn derBaumeister die Feder zur Hand nimmt/ um die Stärkeeines Widerlagers durch einen verwickelten Kalkül zu be-stimme«/ so ist die als Resultat gefundene Wahrheit keineÄußerung seines eigenen Geistes. Er hat steh die Dataerst mit Mühe heraussuchen müßen/ und diese dann einerVcrstandeSoperation überlassen/ deren Gesetz er nicht er-funden hat/ und deren Nothwendigkeit er steh zum Theilin dem Augenblicke nicht bewußt ist/ sondern die er gro-ßcntheils wie durch mechanische Handgriffe anwendet. Soist es aber im Kriege nie. Die geistige Reaktion/ die ewigwechselnde Gestalt der Dinge/ macht/ daß der Handelndeden ganzen Geistesapparat seines Wissens in sich tragen/daß er fähig sein muß/ überall/ und mit jedem Pulsschlag/