Band 
Erster Theil.
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Drittes Kapitel.

Kriegskunst oder Kriegswissenschast.

Der Sprachgebrauch ist noch uneinig.

lKöiinen und Wissen. Wissenschaft, wo bloßes Wissen; Kunst,woKö» nen der Zweck ist.s

Man scheint mit der Wahl immer noch nicht ent-schieden zu sein, und nicht recht zu wissen/ aus welchenGründen entschieden werden soll/ so einfach die Sache auchist. Wir haben schon anderswo gesagt/ daß Wissen etwasAnders sei als Können. Beides ist von einander so ver-schieden/ daß eö nicht leicht verwechselt werden sollte. DasKönnen kann eigentlich in keinem Buche stehen/ und sosollte Kunst auch nie der Titel eines Buches sein. Weilman sich aber einmal gewöhnt hat/ die zur Übung einerKunst erforderlichen Kenntnisse (die/ einzeln/ völlige Wissen-schaften sein können) unter dem Namen Kunsttheorie/ oderschlechtweg Kunst/ zusammen zu fasten: so ist es konsequentdiesen EintheilungSgrund durchzuführen/ und Alles Kunstzu nenne«/ wo ein hervorbringendes Können der Zweck ist/z. B- Baukunst; Wissenschaft/ wo bloßes Misten der Zweckist/ Mathematik/ Astronomie. Daß in jeder Kunsttheorieeinzelne/ vollkommene Wissenschaften vorkommen können/versieht sich also von selbst/ und darf uns nicht irre ma-chen. Bemerkenswerth aber ist noch/ daß es auch keinWissen ganz ohne Kunst giebt/ in der Mathematik z. B.ist das Rechnen und der Gebrauch der Algebra eineKunst/ aber hier ist noch lange die Gränze nicht. DieUrsache ist: so grob und fühlbar der Unterschied zwischenWissen und Können in den zusammengesetzten Produkten