der menschlichen Kenntnisse auch ist: so schwer sind beide indem Menschen selbst bis zu einer völligen Theilung zuverfolgen.
Schwierigkeit/ das Erkennen vom Urtheil zu sondern.tK r i t g s k u » st.)
Alles Denken ist ja Kunst. Wo der Logiker denStrich zieht/ wo die Vordersätze aufhören/ die ein Re-sultat der Erkenntniß sind/ wo das Urtheil anfängt:da fängt die Kunst an. Aber nicht genug: selbst das Er-kennen des Geistes ist ja schon wieder Urtheil/ und folg-lich Kunst/ und am Ende auch wohl das Erkenne«/ durchdie Sinne. Mit einem Wort: wenn sich ein menschlichesWesen mit bloßem Erkenntnißvermögen ohne Urtheil ebenso wenig als umgekehrt denken läßt/ so können auch Kunstund Wissen nie ganz rein von einander geschieden werden.Je mehr sich diese feinen Lichtelemente an den Außen-gestalten der Welt verkörpern/ um so getrennter wirdihr Reich; und nun noch einmal: wo Schaffen und Her-vorbringen der Zweck ist/ da ist das Gebiet der Kunst; dieWissenschaft herrscht/ wo Erforschen und Wissen das Zielist. — Nach allem Dem ergiebt sich von selbst/ daß es pas-sender sei/ Kriegskunst/ als Kricgswissenschaft zu sagen.
So viel hiervon/ weil man diese Begriffe nicht ent-behren kann. Nun aber treten wir mit der Behauptungauf/ daß der Krieg weder eine Kunst noch eine Wissen-schaft sei in der eigentlichen Bedeutung/ und daß geradedieser Anfangspunkt der Vorstellungen/ von welchem manausgegangen ist, in eine falsche Richtung geführt, eine un-willkührliche Gleichstellung des Krieges mit andern Kün-sten oder Wissenschaften, und eine Menge unrichtiger Ana-logien veranlaßt hat.