Band 
Erster Theil.
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Eben so war es mit den Märschen unter den Augen,oft unter den Kanonen des feindlichen Heeres. Friedrichder Große nahm jene Lager und that diese Marsche, weiler in Daun's Verfahrungsweise, in seiner Aufstellungsart,seiner Verantwortlichkeit und seinem Charakter diejenigeSicherung fand, die seine Lager und Märsche gewagt, abernicht unbesonnen machten. Aber es gehörte des KönigsKühnheit, Entschlossenheit, und die Stärke seines Willensdazu: um die Dinge so zu sehen, und nicht von der Ge-fahr, von welcher man 30 Jahre hinterher noch schreibenund sprechen konnte, irre gemacht und abgeschreckt zu werden.Wenige Feldherren würden an Ort und Stelle diese einfa-chen Mittel der Strategie ausführbar geglaubt haben.

Nun wieder eine andere Schwierigkeit der Ausfüh-rung: des Königs Armee ist in diesem Feldzuge unaufhör-lich in Bewegung. Zweimal zieht sie hinter Daun her,und, gefolgt von Lascy, auf schlechten Nebenwegen, von derElbe nach Schlesien (Anfangs Juli und Anfangs August).Sie muß in jedem Augenblick schlagfertig sein, und ihreMärsche mit einer Kunst einrichten, die nothwendig eineeben so große Anstrengung zur Folge hat. Obgleich vonTausenden von Wagen begleitet und aufgehalten, ist ihreVerpflegung doch nur höchst kümmerlich. In Schlesien istsie bis zur Schlacht von Liegnitz, 8 Tage lang, in bestän-digen Nachtmärschen verwickelt, immer in Auf- und Nie-derziehen an der feindlichen Fronte begriffen;— das kostetgewaltige Anstrengungen, das fordert große Entbehrungen.

Kann man glauben, daß sich das Alles zugetragenhabe ohne eine starke Friktion in der Maschine? Kannder Geist des Feldherrn solche Bewegungen mit der Leich-tigkeit hervorbringen, wie die Hand des Feldmessers dieBewegungen seines Astrolabiums? Durchschneidet nicht der