Band 
Erster Theil.
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Fünftes Kapitel.

Über die Bedeutung des Gefechts.

Nachdem wir im vorigen Kapitel das Gefecht in sei-ner absoluten Gestalt betrachtet haben/ gleichsam als dasverkleinerte Bild des ganzen Krieges: wenden wir uns zuden Verhältnissen/ in denen es als Theil eines größe-ren Ganzen mit den andern Theilen steht. Zuerst fragenwir nach der näheren Bedeutung/ welche ein Gefecht ha-ben kann.

Da der Krieg Nichts ist als gegenseitige Vernich-tung/ so scheint das Natürlichste in der Vorstellung undvielleicht auch in der Realität zu sein/ daß steh alle Kräftejeder Partei/ in einem großen Volumen vereinigen/ undalle Erfolge in einem großen Stoß dieser Massen. —Diese Vorstellung hat gewiß viel Wahres/ und es scheintim Ganzen sehr heilsam zu sein/ wenn man an ihr fest-hält/ und deswegen die kleinen Gefechte anfangs nur wienothwendigen Abgang/ gleichsam wie Hobclspäne ansieht.Indessen ist doch die Sache niemals so einfach abzuthun.

Daß die Vervielfältigung der Gefechte aus der Thei-lung der Strcitkräfte entsteht/ crgiebt sich von selbst/ unddie näheren Zwecke der einzelnen Gefechte werden dahermit der Theilung der Streitkräfte zur Sprache kommen.Aber diese Zwecke/ und mit ihnen die ganze Masse derGefechte/ lassen sich überhaupt in gewisse Klassen bringen/und es wird zur Klarheit unserer Betrachtungen beitra-ge»/ diese jetzt kennen zu lernen.

Vernichtung der feindlichen Streitkräfte ist freilichder Zweck aller Gefechte/ allein es können sich daran auch