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In der Reihe der untergeordneten Gefechte findetman viele Beispiele solcher Wiedervcrgeltungcn; die großenSchlachten aber haben gewöhnlich zu viel andere Bestim-mungsgründe, um von dieser schwächer» Kraft angezogenzu werden.
Ein solches Gefühl war es unstreitig, welches denedlen Blücher den 14. Februar 1814, nachdem zwei seinerKorps drei Tage zuvor bei Montmirail geschlagen waren,mit dem dritten auf dieses Schlachtfeld führte. Hätte ergewußt, daß er noch auf Bonaparte selbst treffen würde,so mußten natürlich überwiegende Gründe ihn bestimmen,seine Rache aufzuschieben; aber er hoffte steh an Marmontzu rächen, und anstatt die Vortheile einer edlen Rachbc-gierde zu erndtcn, unterlag er den Nachtheilen einer fal-schen Berechnung.
Von der Dauer der Gefechte und dem Moment ihrerEntscheidung hängen die Entfernungen ab, in welchen die-jenigen Massen von einander aufgestellt'sein dürfen, diebestimmt find gemeinschaftlich zu fechten. Diese Auf-stellung würde insofern eine taktische Anordnung sein, alsfie ein und dasselbe Gefecht beabsichtigt; allein fie kanndoch nur da so betrachtet werden, wo die Aufstellung sonahe ist, daß zwei getrennte Gefechte dabei nicht denkbarfind, und also der Raum, welchen das Ganze einnimmt,strategisch, wie ein bloßer Punkt angesehen werden kann.Es kommen aber im Kriege die Fälle häufig vor, wo manauch diejenigen Kräfte, welche bestimmt find gemein-schaftlich zu schlagen, so weit von einander trennen muß,daß ihre Vereinigung zum gemeinschaftlichen Gefecht zwardie Hauptabficht, aber das Vorkommen getrennter Gefechtedoch auch möglich bleibt. Eine solche Aufstellung ist alsoeine strategische.