322
Theil ist; allein man muß, weil das Wesen des KriegesKampf, und die Hauptschlacht der Kampf der Hauptmachtist/ diese immer als den eigentlichen Schwerpunkt des Krie-ges betrachten/ und es ist daher im Ganzen ihr unterschei-dender Charakter/ daß sie mehr als irgend ein anderes Ge-fecht um ihrer selbst willen da ist.
Dies hat Einfluß auf die Art ihrer Entschei-dung/ auf die Wirkung des in ihr erhaltenenSieges/ und bestimmt den Werth/ welchen ihr dieTheorie als Mittel zum Zweck beilegen muß. Wirmachen sie daher zum Gegenstand unserer besondern Be-trachtung und zwar hier/ bevor wir noch der besondernZwecke gedenken/ die mit ihr verbunden sein können/ dieaber ihren Charakter/ sobald ste den Namen einer Haupt-schlacht wirklich verdient/ nicht wesentlich verändern.
Ist eine Hauptschlacht hauptsächlich um ihrer selbstwillen da / so müssen die Gründe ihrer Entscheidung in ihrselbst liege«/ mit andern Worten: es soll in ihr der Siegso lange gesucht werden/ als noch eine Möglichkeit dazuvorhanden ist/ und ste soll also nicht wegen einzelner Um-stände/ sondern einzig und allein aufgegeben werden/ wenndie Kräfte als völlig unzureichend erscheinen.
Wie läßt sich nun dieser Moment näher bezeichnen?
Wen«/ wie eine geraume Zeit in der neueren Kriegs-kunst/ eine gewisse künstliche Ordnung und Zusammenfü-gung des Heeres die Hauptbedingung ist/ unter welcher dieTapferkeit des Heeres steh den Sieg erringen kann/ so istdie Zerstörung dieser Ordnung die Entscheidung. Eingeschlagener Flügel/ der aus seinen Fugen weicht/ entschei-det über den stehenden mit. Wenn, wie zu einer andernZeit/ das Wesen der Vertheidigung in einem engen Bünd-niß des Heeres mit dem Boden und seinen Hindernissen