Band 
Erster Theil.
Seite
340
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VewHung geschwächt/ verändert oder ganz gehemmt. Aberselbst in diesem Zustande des gegenseitigen NichthandelnS/welcher in so vielen Kriegen der Grundton gewesen ist/bleibt auch die Idee der möglichen Hauptschlacht für beideTheile immer ein Richtungspunkt/ ein weit entlegenerBrennpunkt für die Konstruktion ihrer Bahnen. Je mehrder Krieg wirklicher Krieg/ je mehr er eine Erledigungder Feindschaft/ des Hasses / ein gegenseitiges Überwältigenwird/ um so mehr vereinigt sich alle Thätigkeit in bluti-gem Kampf/ und um so stärker tritt auch die Haupt-schlacht hervor.

Überall/ wo ein großer/ positiver/ also in das In-teresse des Gegners tief eingreifender Zweck das Ziel ist/bietet sich die Hauptschlacht als das natürlichste Mitteldar; ste ist darum auch das beste/ wie wir in der Folgenoch näher zeigen werde«/ und es bestraft sich in der Re-gel/ wenn sie aus Scheu vor der großen Entschctdung um-gangen worden ist.

Der positive Zweck gehört dem Angreifenden und soist die Hauptschlacht auch vorzugsweise sein Mittel. Aberohne die Begriffe von Angriff und Vertheidigung hier nä-her bestimmen zu könne«/ müssen wir doch sage»/ daßselbst der Vertheidiger in den meisten Fällen nur dies einewirksame Mittel hat/ um früh oder spät damit den Bedürf-nissen seiner Lage zu entsprechen/ seine Aufgaben zu lösen.

Die Hauptschlacht ist der blutigste Weg der Lösung;zwar ist sie kein bloßes gegenseitiges Morde»/ und ihreWirkung mehr ein Todtschlagen des feindlichen MutheS/als der feindlichen Krieger/ wie wir das im nächsten Ka-pitel näher betrachten wolle»/ allein immer ist Blut ihrPreiS/ und Hinschlachten ihr Charakter wie ihr Name;davor schaudert der Mensch im Feldherrn zurück.