der Ruhe überlassen will/ sich das feindliche Geschütz schonwieder hören laßt; wiederholt sich dieser Eindruck eineZeitlaug hindurch täglich/ so kann er zum panischenSchrecken führen. Es liegt darin das beständige Aner-kenntniß/ dem Gesetz des Gegners gehorchen zu müssen undzu keinem Widerstände fähig zu sein/ und dieses Bewußt-sein kann nicht anders als die moralische Kraft des Heeresin einem hohen Grade schwächen. Am höchsten wird dieWirksamkeit dieses Drängens steige»/ wenn man den Geg-ner dadurch zu Nachtmärschen zwingt. Scheucht der Sie-ger den Geschlagenes beim Sonnenuntergang aus dem La-ger wieder auf/ welches sich dieser auöerschen hat/ sei cöfür das Heer selbst oder für die Arriergarde/ so wird derBesiegte entweder einen förmlichen Nachtmarsch thu»/ oderwenigstens sinne Stellung noch in der Nacht verändernund weiter rückwärts verlege»/ welches ungefähr dasselbeist; der Sieger aber kann die Nacht ruhig zubringen.
Die Anordnung der Märsche und die Wahl der Auf-stellungen hängen auch in diesem Fall von so vielen andernDingen ab/ besonders von der Verpflegung/ von starkenAbschnitten des Bodens/ von großen Städten u. s. w./ daßes eine lächerliche Pedanterie fein würde/ durch eine geo-metrische Auseinandersetzung zu zeige«/ wie der Verfolgende/dadurch daß er dem Zurückgehenden das Gesetz giebt/diesen zwingen kann jedesmal des Nachts zu marschireN/während er selbst des Nachts ruht. Allein nichts desto-wcniger bleibt es wahr und anwendbar/ daß die Marsch-einrichtungen des Verfolgens diese Tendenz haben können/und dann die Wirksamkeit des Verfolgens sehr erhöhenwerden. Wenn dies in der Ausführung selten berücksichtigtwird/ so liegt es darin/ daß ein solches Verfahren auchfür das verfolgende Heer schwieriger ist/ als ein regelmäßiges