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[Band 1.]
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Gizancourt zu entsenden. Die Canonade dauerte, allmählig schwächer werdend,bis gegen 5 Uhr fort.

Kellermann verließ in der Nacht seine Stellung und vollzog seinen frühern Plan,indem er hinter der Auve (NIS) Stellung nahm und dadurch die Straße nachVitry deckte. Die von Dumouriez vorgeschobenen Abtheilungen gieugen in ihreHauptstellung zurück. General Leveneur hatte von selbst jede Offensiv-Be-wegung aufgegeben, als er das heftige Feuer bei Valmy vernahm. Das öster-reichische Corps des Generals Clerfayt traf erst gegen Abend auf dem Schlacht-felde ein und stellte sich hinter den Preußen (FF) auf.

Der Verlust auf beiden Seiten war unbedeutend, indem er 300 Mann aufjeder Seite nicht überstieg; aber außer aller Berechnung ist der moralische Ge-winn, welchen die Franzosen aus diesem Treffen zogen.

Die Verbündeten, eingeschlossen zwischen die 60,000 Mann starke ArmeeDumouriez's und zwischen 28,000 Mann, welche sich bei Chalons sammelten,gaben die Hoffnung auf, das Lager bei St. Menehould zu forciren. Der Zweckder Erpedition war verfehlt. Das Wetter begann schlecht zu werden, die Truppen,von ihren Magazinen getrennt, litten sehr durch Hunger und Krankheiten. DieRheinarmee traf Anstalten, sich der Uebergängc über diesen Fluß zu bemächtigen.Der König von Preußen knüpfte Unterhandlungen an, und machte sich anheischig,die Champagne zu räumen unter der Bedingung, daß man seinen Rückzug nichtbeunruhige. In den ersten Tagen des Oktobers setzte er sich gegen Verdun inMarsch, von wo aus er sich über Trier und Coblenz an den Rhein bewegte.Clerfayt kehrte über Arlon und Namur nach Belgien zurück.

III.

Diversion der Oesterreicher auf der Nordgrcnze. — Belagerung von Lille(vorn 29. September bis 8. October).

Dumouriez's Erfolg war vollständig. Auch auf den übrigen Punkten begün-stigte das Glück die Anstrengungen Frankreichs.

In Flandern drängte Herzog Albert von Sachsen-Teschen die 8—9,000Mann,welche der Obergeneral in den verschiedenen Lagern zurückgelassen hatte, ohneWiderstand in die festen Plätze zurück. Nachdem er mehrere Punkte bedroht hatte,rückte er vor Lille. In dieser Festung befanden sich 7—8,000 Mann; zwar warendiese unzulänglich, allein die Kaiserlichen waren nicht zahlreich genug, um eineregelmäßige Belagerung zu unternehmen. Sie beschränkten sich darauf, Batterienzu errichten und der Stadt durch ein heftiges Feuer zuzusetzen. Lille zeigte einebewundernswerthe Ausdauer. Während 10 Tagen unausgesetzt beschossen, verlores gegen 700 Häuser. Allein trotz der Feueröbrunst im Innern, vertheidigtendie Einwohner die Wälle, und der Feind verließ endlich seine Arbeiten. Es ward