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waren Labaroliere und Santerre aus Saumur debouchirt, und rückten in denBocage vor, wobei sie auf die Mitwirkung der Colonnen von Niort zählten.Ein bei Martigne am 15. Juli erfochtener leichter Vortheil ermuthigte sie, ihrenMarsch zu verfolgen. Santerre gelangte mit der Hauptmasse der Truppen bisVihiers, und seine Colonne war in das lange Defilee verwickelt, welches nachCoron führt, als die Vendeer in Schlachtordnung aus dem Walde von Vihiershervorbrachen, mit Wuth angriffen und den Republikanern kaum Zeit ließen, sichihrer Waffen zu bedienen. Unter dem Rufe der Flucht lösen sich die Glieder,und die Republikaner suchen Schutz unter den Wällen von Saumur. 2000 Todte,3000 Gefangene, 10 Canonen und sämmtliches Gepäcke blieben auf dem Schlacht-felde. Zwei Tage darauf bemächtigte sich Bouchamps des Uebergangs bei Pont deCe.Der Schrecken verbreitete sich bis Saumur und Angers, allein die in letzterer Stadtvereinigten Truppen unter dem General Travot eilen nach Pont de Ce, und bemäch-tigen sich dieses Punktes wieder. Die Zeit der Erudte war gekommen; die Vendeerernannten d'Slbee zum Obergeneral und verließen die Armee. Unmittelbar nach ihrerAuflösung fand die Colonne von Lu^on (1500 Mann) unter dem Generale Tuncqdie Wege frei und nahm Pont Charon und Chantonnay, wo sie große Vor-räthe zerstörte. Lescure und d'Elbee sammelten 12,000 Mann gegen sie, welchedie Republikaner von Chantonnay versagten und bis Llchon zurückdrängten. Hierstellte sich Tuncq in Schlachtordnung. Die Vendeer stürzten sich mit ihrem ge-wöhnlichen Ungestüm auf ihn, allein er hielt ihnen einen Wall von Bajonettenentgegen, an dem sich ihr Angriff brach. Hierauf von den Republikanern an-gefallen, wendeten sie sich in größter Unordnung zur Flucht.
Um diese Zeit ward Rossignol an Biron's Stelle zum Obergeneral ernannt.Als ehemaliger Arbeiter aus einer der Vorstädte, hatte er sich durch sein revolu-tionäres Feuer die Gunst der Bergparthei und der Gemeinde erworben. Als ermit den Pariser Bataillonen auf dem Kriegsschauplatze anlangte, erregte er durchseine Leidenschaftlichkeit den Zorn Westermanns, der ihn verhaften ließ, alleinein Befehl der Regierung erhob ihn bald zum ersten Range. Der Gemeinde fehltees an thatkräftigen Männern, sie wollte sich solche bilden; sie stellte ihre Günst-linge auf die Probe, in der Hoffnung, endlich einen General zu finden, dermilitärisches Talent mit blinder Ergebenheit verbände; allein sie war nicht glück-lich in ihren Wahlen; Rossignol und seine untergebenen Generale Santerre undRonsin zeigten sich gänzlich unfähig. Das Hauptquartier zu Saumur zeichnetesich nur durch wüthende Declamationcn und Diskussionen aus, die der Sacheder Republik verderblich gewesen wären, wenn nicht im Lager der Insurgentengleichfalls Zwietracht gcberrscht hätte. Die durch diesen Zustand der Anarchie herbei-geführten Unfälle wechselten auf beiden Seiten ab, und die Gefechte ermangeltenjedes entscheidenden Charakters. Als nach dem Treffen bei Litton eine englischeFlotte signalisirt wurde, hoffte man von Seiten der Vendeer auf eine mächtigeHülfe, und beschloß einen Angriff auf Les Sables d'Olonne, um diesen angeb-lichen Verbündeten einen Hafen zu öffnen. D'Elbee sammelte zu dieser Unterneh-mung 40,000 Mann, an welcher alle ausgezeichneten Führer Theil nahmen.