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[Band 1.]
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bei, um die Armeen neu zu organisiren, und sie tüchtigen Führern anzuvertrauen.Aus den Reihen der Rheinarmce wählten sie denjenigen, der den Oberbefehlführen sollte; es war der nachmals so berüchtigte Pichegru. Der zum Chefder Moselarmee ernannte Obergeneral war zu nicht minder hohem Ruhmebestimmt: es war Hoche, der sich bei der Belagerung von Dünkirchen den Gradeines Brigade-Generals verdient, und dessen Talente der Wohlfarthsausschußerkannt hatte. Beide, jung und voll Feuer, zögerten nicht, den Entsatz vonLandau zu einer Zeit zu versprechen, wo das zu Straßburg aufgeschlagene Blut-gerüste bewies, welches der Preis einer Niederlage sey.

Pichegru drängte in einer Reihe einzelner Gefechte die Kaiserlichen an dieMotter zurück, wo sie sich nach ihrer Gewohnheit von Nicderbronn bis Drusen-heim verschanzten. Unterdessen setzte Hoche die Moselarmce in Bewegung, in derAbsicht, über die Vogesen bis zu der belagerten Festung vorzudringen.

Diese Combinationen sind des höchsten Interesse würdig; sie bezeichnen einenFortschritt in der Kriegskunst, weil sie gewissermaßen als der erste Versuch er-schienen, konzentrische Angriffe gegen einen glücklich gewählten Punkt zu richten— eine Kunst, welche später aufs Höchste ausgebildet wurde von einem andernFeldherrn, der schon damals sich den Blicken Frankreichs zu enthüllen begann.

Die Kette der Vogesen mußte überschrittcu werden. Man gelangt über die-selbe mittelst der Straßen von Homburg und Zweibrücken und der etwas beschwer-licheren Defileen von Pirmasenz und Bitsch. Hoche, in der Voraussetzung, dieseUebergänge seyen von der ganzen preußischen Armee besetzt, suchte dieselben rechtszu umgehen, und sich auf dem linken Queichufer Landau zu nähern. Drei Divi-sionen, die Reserve und die Reiterei marschirten von Saarlouis, Saarbrück undSaargemünd aus, und rückten über Bliescastel auf Zweibrücken, und über Tho-ley nach Homburg. Allein in Folge einer jener Verwicklungen, welche die best-cntworscnen Plane vereiteln, führte Braunschwcig zu derselben Zeit die Haupt-massen seiner Armee in die Gegend von Zweibrücken, um sie hier Winterquar-tiere beziehen zu lassen. Nur Hohenlohe war mit seinem Corps beobachtend beiPirmasenz zurückgeblieben. Somit stießen die Franzosen auf eine im Marschebefindliche Armee, statt, wie sie vorausgesetzt hatten, auf einzelne Tetaschements.

Plan 2lm 28. Novbr. vertrieb die Division Taponnier die feindlichen leichten Trup-V°!I Kaiscrschen aus dem Verhau bei Vogelweh, und blieb zur Beschäftigung der Front derlautem. Preußen der Galgenberg-Redoute gegenüber stehen (ll). An demselben Tagerückte Hoche mit dem größten Theile seiner Armee im Lautcrthale bis Katzweiler.Da er die Stellung des Herzogs von Braunschweig in der Front zu stark fand,so beschloß er, sie am folgenden Morgen von hier aus über Moorlantcrn undErlenbach in der rechten Flanke und im Rücken anzugreifen. Zur Begünstigungdieses Angriffes ward von den Franzosen während der Nacht aus dem linkenLauterufer eine Batterie (m) von 16 schweren Geschützen aufgeführt.

Der Herzog von Braunschweig hatte für alle denkbaren Fälle Stellungenausgesucht und sie aus den wichtigsten Punkten durch Feldschanzen verstärken las-sen. Auf die erste Nachricht von der Annäherung des französischen Heeres wurdendie Truppen aus den Cantonirungen zusammen gezogen, und folgendergcstalt