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nichts Geringeres, als die verschiedenen Theile der französischen Armee mit einemSchlage zu vernichten; sie stand in 3 Hauptmassen zwischen Liste und Courtray,und zwar Bonneau im Lager bei La Madelaine, Moreau bei Menin und Souhambei Courtray. Man wollte sie in der Flanke durchbrechen, indem man 100,000Mann zwischen Liste und Menin warf; hierauf sollten Souham und Moreau bisan die Nordsee gedrängt und zur Niederlegung der Waffen genöthigt werden;endlich wollte man sich wieder rückwärts gegen Bonneau wenden, und diesenvernichten. Allein die Schwierigkeit lag darin, die Vorbereitungen zu einem sogroßen Manöver vor den republikanischen Generalen geheim zu halten, welcheeinander nahe genug standen, um sich rasch zu conzentriren.
Moreau bemerkte zuerst eine ungewöhnliche Bewegung auf dem linken Uferder Lys. Es war Clerfayt, der über Rousselaere die Brücken von Werwick zuerreichen suchte. Morean folgte ihm seitwärts auf dem rechten Ufer, und benach-richtigte Souham, der unverzüglich nach Menin rückte. Man erfuhr jetzt, daß 8Colonuen aus dem Lager von Tournay in der Ebene in einer Ausdehnung von3 Stunden von Moescroen bis Sainghin sich entwickelten.
Ohne ernstlichen Widerstand zu finden, besetzten sie Gruson, Turcoing, Lan-noy, Hems, Waterloos, Roubaix, und drängten Bonneau unter die Wälle vonListe zurück. Da diese große Entwicklung von Streitkräften mit derjenigen zusam-menfiel, welche gegen Moreau gerichtet war, so ward dadurch die Absicht derVerbündeten einigermaßen enthüllt. Die Franzosen rückten Clerfayt entgegen, umihn auf der Straße von Menin nach Lille aufzuhalten; sie dehnten sich linksaus, um Bonneau gegen Flers heranzuziehen, und rechts, um die andern Divi-sionen in der Umgegend von Menin zusammen zu halten.
Pichegru war damals mit der Organisation seines rechten Flügels beschäf-tigt; in seiner Abwesenheit trafen die Divisionsgenerale zur Zurückweisung desFeindes die geeignetsten Maaßregeln mit eben so viel Kühnheit als Intelligenz.Moreau stellte 8000 Mann bei den Brücken von Werwick auf, um Clerfayt dasTerrain Schritt vor Schritt streitig zu machen. Es handelte sich hier nur umden Gewinn einiger Stunden, während welchen man die ausgedehnte Linie,welche er herzustellen suchte, ins Herz zu treffen hoffte. Souham und Bonneaubeschlossen, zu diesem Zwecke gemeinsam zu wirken; sie sendeten gegen Flers einCorps vorwärts mit dem Befehl, ohne Aufenthalt zu manövriren, um denlinken Flügel der Kaiserlichen glauben zu machen, es sei ihnen gelungen, diefranzösischen Divisionen in Lille zu täuschen.
Diese rasch gefaßte Combination, welche man hauptsächlich Moreau zuschrieb,führte zu dem gewünschten Resultate. Clerfayt, der auf kräftigen Widerstandstieß, verlor Zeit bei dem Uebcrgang über die Lys und trotz aller Anstrengungenvermochte er nicht über Linselles hinauszurücken. Unterdessen stießen Bonneau undSouham, von denen der erste von Lille, der andere von Menin auszog, beiRoubair und Turcoing mit 60,000 Feinden zusammen.
Diese letzte Stadt bildete den Stützpunkt der Kaiserlichen unter GeneralOtto; sie waren jedoch in der Umgegend zerstreut, und Souham's unerwarteter