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Räumung der Niederlande beschlossen, und die Schlacht bei Fleurus nur einletzter, mit halbem Willen und gleichsam ehrenhalber unternommener Versuch war.
Der Rückzug der Verbündeten ward parallel mit der Richtung des Angriffsausgeführt: der linke Flügel zog sich auf Sombref, die Mitte auf Quatrebrasund Nivelles, und der rechte auf Roeulr und Mons zurück, wo er die Verbin-dung mit den Engländern herstellte. Die Sieger hatten 6000 Mann verloren,der Verlust der Verbündeten wird von denselben, wohl viel zu hoch, zu 13,000Mann angegeben*).
Jourdan's Bewegungen zur Benützung des Sieges verdienen Anerkennung.Die zurückweichenden Colonnen ließ er von Sombref nach Nivelles Schritt vorSchritt verfolgen; er selbst marschirte mit der Hauptmaste seiner Streitkräfterasch gegen den Erbprinzen von Oranien, um ihn zu durchbrechen, den Herzogvon Aork zu überflügeln und Pichegru die Hand zu reichen. Es fehlte nicht viel,daß diese Bewegung vollständig gelang. Mons auf dem rechten Flügel der Ver-bündeten ward genommen, sie selbst bei Roeulr geschlagen, und die Holländermach Halle zurückgedrängt. Aber ein unrichtiger Marsch der Nordarmee rettetedie Engländer. Pichegru, nachdem er Clerfayt von Deynse vertrieben hatte, be-setzte Oudenarde im Rücken Aorks, in der Absicht, ihn auf Jourdan zu werfen,als die Conventsdeputirten, ohne Rücksicht auf die Operationen an der Sambre,ihm befahlen, über die Lys zurückzugehen, und seine Zeit mit der Belagerungder Plätze des nördlichen Flanderns zu verlieren. Clerfayt, weit entfernt, diesezu vertheidigen, benützte diesen günstigen Umstand, um Alost zu gewinnen. Aorkfolgte ihm und machte bei Ninove Halt.
Die verbündete Armee war auf dem Punkte, sich halbkreisförmig um Brüsselzu formiren. Allein Jourdan ließ ihr nicht Zeit, sich hier festzusetzen; er marschirteauf Nivelles gegen Coburg und ertheilte Kleber Befehl, den Erbprinzen vonHalle zu vertreiben. Bei der Annäherung der Franzosen zogen sich diese beidenGenerale zurück und conzcntrirtcn sich bei Mont-Saint-Jean.
Sie in diese später so berühmte Position zurückgedrängt zu haben, kann alsein Erfolg betrachtet werden. Man weiß, daß sie sich mit dem Rücken an daslange Dcsslee des Waldes von Soignies lehnt, und Coburg war nicht in derVerfassung, auf einem so schmalen Raume für den Rückzug eine Schlacht anzu-nehmen. Er marschirte daher unmittelbar nach Löwen und ließ die Holländerbei Mont-Saint-Jean zurück, um seine rückgängige Bewegung zu maskiren.
Jourdan debouchirte über Nivelles, Lefebvre über Gemappe; beide griffengleichzeitig den Erbprinzen von Oranien an, und warfen ihn in den Wald vonSoignies, so daß er nur mit Mühe Brüssel erreichte. Hier schloß sich ihm derHerzog von Aork an, und beide zogen sich auf Mecheln zurück. Clerfayt, derihre Marschlinie durchkreuzte, setzte sich bei Löwen auf Coburgs rechtem Flügel.
*) Die Oesterreichs gaben nicht mehr als 4t Osfiziere und 1541 Mann zu, was bei derErbitterung des Kampfes offenbar zu wenig ist.