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über die Maas werfen; durch die von den Kaiserlichen abgesendete Verstärkungwar zu befürchten, daß der Herzog von Aork vermöge seines numerischen Ueber-gcwichtcs die Offensive ergreifen möchte; allein der Punkt, wo jene Verstärkungin Linie treten sollte, war nicht gut gewählt, und die Thätigkeit der Franzosenkam ihrer Entwicklung zuvor.
Moreau, in Pichegru's Abwesenheit mit dem Oberbefehle beauftragt, befahl,die Maas zu überschreiten. Souham passirte sie ohne Hinderniß bei Teffelen,drang sofort, um seine Flanke zu decken, bis an den Waal vor und bemächtigtesich der Brücke von Thiel. Zum erstenmal befanden sich die Franzosen auf einemjener weit ausgedehnten Wiesengründe, welche durch eine zahllose Menge vonCanälen gegen die andringenden Gewässer geschützt sind. Zuvörderst hatte manden Canal von Oude-Watering vor sich, der von Appelteren nach Druttn dieWaal mit der Maas verbindet. Auf diesem ganz zur Vertheidigung geeignetenTerrain hielt der Feind die Republikaner keinen Augenblick auf. Er stand hinterdem Canal und hatte alle Einschnitte mit Schützen besetzt, welche vor ihremRückzüge alle Brücken abbrachen. Trotz aller Hindernisse gelang es Souham,rasch bis an den Rand des Canals zu gelangen. Ohne sich um die Tiefe dessel-ben zu bekümmern, stürzen sich seine Truppen hinein und erklimmen das jensei-tige Ufer. Beide Dörfer werden genommen, und der Feind entflicht bis nachNimwegen.
Der Herzog von Aork glaubte sich erst hinter dem Waal in Sicherheit. DenGeneral Walmoden ließ er in dem Lager bei Nimwegen zurück, der bei der An-näherung der Franzosen rheinaufwärts der von Clcrfayt abgeschickten Verstärkungentgegen rückte. Moreau verfolgte ihn, und nahm Stellung an der Schencken-schanze, um ihm den Rückzug abzuschneiden. Inzwischen marschirte Vandammeüber Eleve und Wesel, entschlossen, gegen die Kaiserlichen Stand zu hatten. Alsdie Vorhut derselben bei Büderich erschien, ward sie von dem französischen Ge-neral kräftig empfangen; auf ihr Hauptcorps zurückgeworfen, riß sie dieses mitsich über den Rhein zurück. Walmoden selbst passirte diesen Fluß, worauf dieFranzosen ohne Besorgm'ß zur Belagerung von Nimwegen schreiten konnten.
Dieser Platz ward durch eine Besatzung von 4000 Mann vertheidigt. Aufdem rechten Waaluser stand Aork mit 20,000 Mann, aber die französischen Bat-terien des linken Ufers nöthigten ihn zum Rückzüge. Ihre Kugeln reichten bisauf die Brücken, welche die Verbindung mit der Stadt herstellten und sprengtensie. Der Commandant verlangte aus Furcht, der Rückzug möchte ihm abgeschnit-ten werden, Erlaubniß, sich vor ihrer gänzlichen Zerstörung zurückziehen zu dür-fen. Kaum hatte er diese erhalten, als er mittelst einer in Eile hergerichtetenfliegenden Brücke die Stadt zu räumen begann. Unverzüglich drangen die Fran-z osen in diese ein, verfolgten die abgehende Garnison und nahmen sie größten-theils gefangen.
Nach diesem Unfälle verließ der Herzog von Jork die Armee, und übertrugdem Grafen von Walmoden den Oberbefehl.