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[Band 1.]
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III.

Operationen in der Bretagne «nd in der Vend^e.

Expedition von Quiberon (25 — 27. Juni). — Einnahme des Forts Penthii^vre (3. Zuli). —Treffen bei St. Barbe (16.). — Treffen bei Quiberon (2v.).

Der Westen hatte die Waffen niedergelegt. — Hoche, endlich seiner ruhm-vollen Laufbahn wiedergegeben, befehligte die Armee von Rcnnes und verfolgtedas von Dimeur und Canclaur in der Vendee begonnene Werk der Versöhnungmit seltener Gcschicklichkeit. Allein die Parthci der Royalisten gab sich damalsalle Mühe, sich der Reaction zu bemächtigen, welche eine Folge des Sturzes derDictatur war. Die Bretagne war diejenige Provinz, auf welche sie am sicherstenzählen konnte. Puisaye, einer der thätigsten Führer der Chouans, versprach demenglischen Ministerium, diese ganze Provinz zum Aufstande zu bringen, wenneine Landung stattfinde.

6000 Ausgewanderte, befehligt von dem Grafen d'Hervilly, eingeschifft auf35 Fahrzeugen, erschienen an den Küsten des Morbihan. Die französische Flotteward beim Auslaufen von Brest geschlagen, in Lorient blokirt und die Expeditionankerte in der Bay von Quiberon. Die Truppen landeten bei Carnac; von hieraus rückten sie bis Auray vor, indem sie sich mit 3—4000 Bauern verstärkten;sofort machten sie Halt, um die Flotte nicht aus dem Gesichte zu verlieren, bissie die Wirkung ihrer Landung erführen.

Hoche befand sich damals zu Rennes; unverzüglich traf er die besten Anstal-ten. In zwei Tagen standen 5000 Mann bei Bannes cvnzentrirt; eine gleichstarke Colonne formirte sich zu Lorient, während eine Abtheilung flankircnd aufder Straße von Ploermel heranzog; alle diese Truppen bewegten sich conzciitrischgegen Auray. d'Hervilly vermochte sich dem Stoße nur durch den Rückzug aufdie Halbinsel Quiberon zu entziehen; diesen vollzog er, gedeckt durch das Feuerder Flotte, indem er sich des Forts Penthiövre bemächtigte, welches den Eingangzur Halbinsel sperrt. In dieser Stellung befand er sich in der Lage, seine Ver-stärkungen und die Diversionen im Innern abzuwarten. Hoche lagerte bei St.Barbe, von wo aus er seinen Gegner blokirte. Er beschleunigte den Marscheiniger tausend Mann und seines schweren Geschützes, dessen er bedurfte, um dasFort zu beschießen und denk englischen Geschütze zu antworten. Bald hatte er 13bis 14,000 Mann vereinigt. Dagegen trafen auch von der See 1200 Mannbei den Ausgewanderten ein, worauf ihr General die Offensive zu ergreifen be-schloß. Zwei Abtheilungen, geführt von Chouan-Häuptlingen, dirigirte er nachSarzeau und Quimpcr mit dem Auftrage, das republikanische Lager im Rückenanzufallen, während er selbst es in der Front und von den Seiten von der Halb-insel und von Carnac aus anzugreifen beabsichtigte.

Am festgesetzten Tage begannen d'Hervilly und Puisaye den Angriff, alleinHoche's Wachsamkeit war nichts entgangen; die beiden in seinen Rücken bestimmten