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Truppenabtheilungcn wurden bei ihrer Landung selbst überfallen und zersprengt.Von den Gefangenen erfuhr man die Absicht ihrer Generale. Hoche ward dahervon dem Zeitpunkte des Angriffs in Kenntniß gesetzt. Die ganze Armee standbereit in Schlachtordnung, das Geschütz abgeprozt vor der Front. Zum größtenUnglück verzögerte sich der Marsch derjenigen Colonne, welche das Treffen beiCarnac beginnen sollte, weil sie die Signale nicht recht verstand.
Als das Hauptcorps aus der Halbinsel deployirte, stieß es auf die gesummtenStrcitkräfte der Republikaner, deren Geschütz es niederschmetterte; d'Hervilly fieltödtlich verwundet, während er den Befehl zum Rückzüge ertheilte. Sein Adju-tant ward, ehe er denselben den übrigen Offizieren mittheilen konnte, getödtet,und die Niederlage ward allgemein.
Puisaye, der jetzt den Oberbefehl übernahm, wich auf's Neue in die Halbinselzurück. Unterdessen zeigten einige republikanische Soldaten der Besatzung desForts Penthik-vre, welche d'Hervilly unter seine Truppen gesteckt hatte, demGeneral Hoche einen Weg, um in das Fort einzudringen. Man mußte in derNacht über einen Felsen wegklimmen, den das Meer kaum bedeckte, und vonhier aus eine Poterne erreichen, welche die Ueberläufer zu öffnen versprachen.
Hoche schenkte dieser Aussage Glauben. Um Mitternacht und bei trübemWetter rückte er mit seinen 4000 Mann auf die Halbinsel, während 300 Gre-nadiere den oben bezeichneten gefahrvollen Weg einschlugen.
Die Kanonire des Forts, aufmerksam gemacht durch das dumpfe Geräuschder gegen sie anrückenden Truppenmasse, gaben Feuer: die Republikaner schwank-ten, sie hielten sich für verrathen und begannen schon zu weichen, als man mitTagesanbruch die dreifarbige Fahne von den Wällen wehen sah. Der Handstreichwar gelungen. Ohne einen Augenblick zu verlieren, stürzte Hoche sich auf dasLager der Emigranten und drängte sie an das Meer. Die Schiffe hatten wegender stürmischen Nacht das Weite gesucht. Nur Wenigen gelang es, auf elendenNachen unter einem furchtbaren Feuer zu entkommen. Der Rest kam in den Wel-len, oder mit den Waffen in der Hand um, oder unterwarf sich der ganzenStrenge der damaligen Gesetze. Dieser schreckliche Tag, an welchem nur fran-zösisches Blut floß, machte die Plane der Royalistcn scheitern. Demungeachtetgriffen Charette, Stofflet und einige andere Chouanenanführer, aufgemuntert durchdie Demonstrationen der englischen Marine, abermals zu den Waffen, und der Bür-gerkrieg, der bereits erloschen war, entzündete sich heftiger, als jemals.
Die Anwesenheit der englischen Flotte sachte das Feuer der Vendeer und derChouans an; aber die Regierung ergriff treffliche Maaßregeln zur Unterdrückungdesselben. Hoche ward zum Obergenerale der ganzen Westarmee ernannt, und30,000 Mann aus den Ostpyrenäen dahin abgesendet, so daß sich mehr als100,000 Mann zwischen Granville und La Rochclle in einem weiten Cordon ent-wickelten.
Auf allen Punkten, wo die Engländer einen Landungsvcrsuch machten, kamihnen die Thätigkeit des französischen Obergenerals zuvor. Endlich rüsteten sieeine royalistische Erpcdition aus und setzten diese unter dem Befehl des Grafen