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[Band 1.]
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mit seiner ganzen Armee gegen die Kaiserlichen, drängte sie über den Rhein zurück,und entriß ihnen Belgien. Aber seine Erfolge waren mehr glänzend als solid, undwurden bald auf grausame Weise gebüßt. Denn als die Coalition von ihrem erstenErstaunen zurückgekommen, alle ihre Streitkräste versammelt hatte, nöthigte siedie nur kurze Zeit siegreichen Franzosen bald, auf die Vertheidigung ihrer eigenenGrenzen zu denken. Diescsmal ward das Jnvasions- System gänzlich geändert;der Hofkriegsrath hatte die Leitung der combinirten Armeen übernommen. Anseine methodische Langsamkeit schloffen sich die stets beibehaltenen Ansprüche aufdie zu besetzenden Provinzen an; um sich eine militärische Basis zu bilden, undbeim Friedensschlüsse sich Entschädigung an Terrain vorzubehalten, ward daherbeschlossen, nur Schritt vor Schritt vorzugehen und auf diesem Wege eine Festungum die andere znm Falle zu bringen.

Dieser lange, mörderische Belagerungskrieg, füllte im Norden die Feldzüge1793, 1794 und 1795 aus. Während dieser 3 Jahre knüpft sich jedes Treffenan den Fall oder an die Befreiung irgend eines festen Platzes.

Die Treffen bei Quiovrain, Raisnes und Arlon (1793) wurden geliefert,um Mainz nnd Conde zu entsetzen. Die Schlacht bei Hondschoote durchbrach dieBelagcrungslinien von Dünkirchen. Die Gefechte bei Menin und beim Waldevon Mormal hatten die Erhaltung von Le Quesnoy zum Zwecke. Die Schlachtbei Wattignies endlich und Hoche's schöne Märsche durch die Engpässe der Vogesenbefreiten Maubeuge und Landau.

Die ersten Operationen von 1794 knüpfen sich an die Belagerung vonLandrecics; die beiden Treffen bei Moescroen, die Schlacht bei Turcoing, Pont-ä-Chin und Hooglede an jene von Menin und Apern. Die Gefechte bei Grandrengund die Schlacht bei Fleurus an die Belagerung von Charleroy; die Treffen beiSprimont und Aldenhoven an jene von Maestricht. Die Operationen von 1795endlich drehen sich gänzlich um die Belagerungen von Luxemburg, Mainz undMannheim.

Also in vier Feldzügen: anfangs gegenseitige Jnvasionsversuche, beiderseitsauf die Hoffnung gegründet, die Einwohner von den Heeren zu trennen. Hieraufein langer Kampf, der auf allen Punkten Mann gegen Mann geführt wurde.

Nichts Geeigneteres konnte erdacht werden, um einerseits die Bande derCoalition mehr zu schwächen, anderseits die französischen Heere besser zu bilden.Zwischen den preußischen und österreichischen Generalen brach unheilbare Uneinig-keit aus, welche nach dem Wunsche der erstem zu einem theilweisen Frieden führte.

Die republikanischen Heere, welche Anfangs aus den alten Cadres und denersten freiwilligen Bataillonen bestanden, wurden 1793 durch die Aushebungvon 300,000 Mann und zu Ende des Jahres mittelst permanenter Requisitionrecrutirt. Außer den Truppen des Westens, der Depots, der Besatzungen standengegen 500,000 Mann im Felde. Es fehlte an Lagergeräthen zum Schutze solcher) Massen; sie gewöhnten sich unter freiem Himmel zu übernachten. Mangel an Geld

und unregelmäßige Verpflegung härteten sie zu allen Entbehrungen ab; zu gleicher