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nach Forchheirn zurückzuziehen, und besetzte Laus und Nürnberg. Dadurch geschah es,daß, als Jourdan, dem Gewichte seiner beiden Gegner weichend, auf der Straßeentlang der Pegnitz heranzog, er diese bereits besetzt fand, und daher die ganzeArmee mittelst einer Rechtswendnng den schwierigen Seitenweg über Neukirchen ein-schlagen mußte. Das von Kleber gedeckte Gepäcke erreichte Pegnitz auf beträchtlichemUmwege. Diese Bewegung war nicht ohne Gefahr. Die lange Reihe der Fahr-zeuge versperrte das enge Defilee und beschränkte den Raum für die Marsch-colonnen. Dadurch ward Unordnung, und während eines Augenblicks allgemeineVerwirrung verbreitet, die verderblich hätte werden können, wenn man angegrif-fen worden wäre. Glücklicher Weise zeigte sich kein Feind; man fand Zeit, dieOrdnung herzustellen und erreichte endlich die Wissent, wo Stellung genommenwurde; aber Hohe, der die Rednitz überschritten hatte, schickte Streifpartheiettbis an den Main. Jourdan ließ ihn durch Bernadotte angreifen, der nach einemunbedeutenden Treffen bei Burg-Eberach die Straße von Bamberg nach Schwein-furt frei machte, wohin die Armee auf beiden Ufern des Mains rückte.
Hier erhielt Jourdan Meldungen, welche ihm ankündigten, daß Latour vonMoreau am Lcch geschlagen worden sey; man erfuhr, daß eine Truppenbewe-gung vom Main nach der Donau stattgefunden habe; man schloß daraus, daßder Erzherzog, zufrieden, dem General Wartenslcben zur Offensive verhelfen zuhaben, auf seine erste Operationslinie zurückgekehrt seyn werde. Nunmehr warkein Grund mehr zur Fortsetzung des Rückzuges vorhanden; man machte Halt,um die Offensive wieder zu ergreifen.
Der Plan des Obergenerals ging dahin, sich auf Würzburg zu stützen, undden Feind in dem Bogen, den dort der Main bildet, zu erwarten, ihm eineSchlacht zu liefern, und wenn das Glück ihm günstig wäre, über Dettelbachund Kitzingen zu debouchiren, um Nürnberg wieder zu gewinnen; im entgegenge-setzten Falle über Frankfurt und Mainz zu rücken und Marceau's 25,000 Mannan sich zu ziehen. Weil er jedoch neben der Eröffnung der Frankfurter Straßedie nach Hammelburg nicht aufgeben wollte, und auf seiner linken Flanke um-gangen zu werden befürchtete, ließ er Lefebvre mit 11,000 Mann bei Schwein-furt zurück, und setzte sich an der Spitze von 30,000 Mann gegen Würzburgin Marsch. Diese Maßregeln, von der Idee ausgehend, man habe gegen gleicheStreitkräfte zu kämpfen, waren unzureichend gegen die Massen des Erzherzogs.Gelang es diesem, der feindlichen Armee bei Würzburg zuvorzukommen, so mußtediese entweder den Rückzug durch den unwegsamen Spessart fortsetzen, oder eineallgemeine Schlacht liefern, welche ganz in den Wünschen des Erzherzogs lag;er ließ daher auf dem rechten Ufer des Mains nur 5 Bataillone und 17 Schwa-dronen über Bamberg und Haßfurt vorgehen, und alle übrigen Abtheilungen aufder Würzburger Straße links abmarschiren, Fürst Liechtenstein überschritt am näch-sten Tage (1. Septbr.) den Main bei Kktzkngen, und deckte durch eine Aufstel-lung bei Bibergau, Erfeldorf und Euerfeld die unmittelbar nach ihm folgendenTruppen unter Hotze, welche (A A) bis auf den Galgenberg bei Würzburg rücktenund zur Einschließung der Citadelle 2 Bat. 4 Schwadr. wieder auf das linke Main-
Plan vonWürzburg.