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[Band 1.]
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Die Kaiserlichen dehnten sich von Wetzlar bis Dilleuburg aus. Jourdan, durchdieselben Combinationen, wie im vorigen Jahre bedroht, beschloß aus demselbenGrunde, sich zurückzuziehen. Er gewann den Saynbach, und wich, gedeckt durchdiesen, nach Neuwied zurück. Kleber zog sich nach einem hartnäckigen Gefechtebei Ukeradt in der Richtung auf Düsseldorf zurück.

Einige Tage später ward der Erzherzog durch die Erfolge Moreau's nachdem Oberrhein abberufen, und ließ nur Wartensleben mit 40,000 Mann derSambre- und Maas-Armee gegenüber. Jourdan rückte auf's Neue vor, drängtedie Oesterreichcr zurück, schlug sie bei Friedberg, besetzte Frankfurt, entsendeteMarccau mit 25,000 Mann zur Maskirung von Ehrenbreitstein und Mainz undfolgte mit dem Reste (46,000 Mann) dem feindlichen General, der sich durch dasMainthal zurückzog.

Da Jourdan vorgeschrieben war, denselben auf seinem rechten Flügel zu über-ragen, so mußte er der Krümmung des Flusses folgen, und besetzte, nachdem ersich Würzburgs bemächtigt hatte, Gemünden und Schweinfurth. Der Feind machtekurze Zeit bei Bamberg Halt, sendete sein Gepäcke unter Bedeckung nach Böh-men, und dehnte sich an der Wissent aus. Jourdan nahm Bamberg, schlugdie Kaiserlichen bei Forchheim, und zwang sie, sich auf der Seitenstraße überNeukirchcn gegen Amberg zurückzuziehen. Unter unausgesetzter Verfolgung kames bei Sulzbach, Amberg und Wolfering zu leichten Gefechten. An der Naabmachte Jourdan Halt und sendete Bernadotte vom rechten Flügel nach Neu-markt, um den Erzherzog zu beobachten, und der Rhein - und Mosel-Armee dieHand zu bieten.

Jetzt zeigte sich das Fehlerhafte der Dispositionen, vermög welcher die beidenrepublikanischen Heere auf zwei Linien zu operiren hatten, auf grausame Weise.Bernadotte ward bei Neumarkt durch überlegene Streitkräfte unvermuthet ange-griffen. Zwar blieb er Herr des Wahlplatzcs, als er jedoch erfuhr, daß eine2te Colonne von der rechten Seite in seinen Rücken operire, zog er sich nachAltdorf zurück. Jourdan, von dieser Bewegung benachrichtigt, sendete Bonneaneiligst dem Corps von Bernadotte zu Hilfe, während er selbst sich dem Schau-platze der Ereignisse näherte. Schon erreichte die Spitze seiner Colonnen Sulzbach,als er erfuhr, daß Bernadotte durch eine feindliche starke Colonne unter Hotze bisan die Pegnitz zurückgedrängt sey, und der Erzherzog in Person die Division Bon-neau auf Amberg verfolge. Die Nothwendigkeit, die letztere aufzunehmen, verzögerteseinen Rückzug. Seine Unruhe war nicht gering: Was war aus Moreau ge-worden? Wie konnte er dem Erzherzoge gestatten, Jourdan's rechte Flanke zuüberflügeln? — Von den Colonnen des Erzherzogs und denen Wartenslebens indie Mitte genommen, gelang es ihm dennoch in dieser gefährlichen Lage, einallgemeines Gefecht zu vermeiden; nur seine Nachhut bestand bei Amberg einhitziges Treffen, in Folge dessen 2 französische Bataillone nach zweimal zurückge-wiesenem Angriffe der Oesterreichcr bis auf den letzten Mann zusammengehauenwurden.

Auf der andern Seite hatte Hotze Corps das unter Bernadotte gezwungen, sich